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Der Unfallort in der Hügelstraße, am rechten Bildrand ist der Schutzstreifen zu sehen.
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Der Unfallort in der Hügelstraße, am rechten Bildrand ist der Schutzstreifen zu sehen.

Verkehr

Unfallkommission untersucht Zusammenstoß zwischen Lkw und Radler

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Nach dem tödlichen Unfall eines Radfahrers wird die Kreuzung in Ginnheim inspiziert. Hätte eine rote Markierung den Unfall verhindern können?

Die Kreuzung galt bislang wahrlich nicht als Unfallschwerpunkt, dennoch sind Radfahrer:innen auch dort nicht vor tödlichen Zusammenstößen sicher. Bei einem Unfall ist am Mittwochmittag ein 73-jähriger Radfahrer ums Leben gekommen. Die Polizeimeldung dazu liest sich, als habe der Fahrer eines Lastwagens den Mann auf dem E-Bike übersehen, der zuvor neben ihm an der Ampel gestanden hatte; demnach wäre es ein klassischer Abbiegeunfall. Doch wie genau der Unfall passiert ist, dazu konnte die Polizei auch am Donnerstag noch keine Angaben machen. Die Zeugenbefragung dauere an, hieß es.

Bertram Giebeler vom ADFC kennt die Kreuzung Hügelstraße/Ginnheimer Hohl sehr gut, er befährt sie regelmäßig. „Ich war schockiert, ausgerechnet dort“, sagt er. Die Kreuzung sei „als schwierig bekannt“, weil etwas unübersichtlich. Neben der Ginnheimer Hohl gibt es auch noch die Einmündung der Kurhessenstraße und eine baulich getrennte Abbiegespur von der Hügelstraße stadteinwärts.

Der Radfahrer soll laut Polizei auf dem für ihn vorgesehenen Schutzstreifen geradeaus in Richtung Raimundstraße unterwegs gewesen sein. Der Streifen ist allerdings nicht, wie mittlerweile an vielen anderen Stellen in der Stadt, mit roter Farbe versehen. „Das wäre sicherlich sinnvoll, weil es an dieser unübersichtlichen Kreuzung von vorne herein signalisiert, dass man mit Radfahrern rechnen muss“, sagt Giebeler. Sinnvoll auch deshalb, weil die meisten der Autofahrer:innen aus der Ginnheimer Hohl nach rechts abbiegen in Richtung Autobahn und beim Abbiegen Radfahrer nun mal am häufigsten übersehen werden.

Die Unfallkommission der Stadt werde sich den Unfallort am Freitag anschauen und dann entscheiden, ob eine Markierung des Kreuzungsbereichs mit roter Farbe sinnvoll erscheint, sagt Rainer Michaelis von der städtischen Verkehrssicherheit.

Womöglich war eine Markierung auch schon in der Planung. Giebeler vom ADFC hatte im Frühjahr das Stadtgebiet weiträumig abgeradelt auf der Suche nach Unfallschwerpunkten und der Stadt anschließend eine Liste mit 100 Punkten übergeben, an denen farbliche Markierungen seiner Ansicht nach Sinn ergeben. Auch besagte Kreuzung sei dabei gewesen. Einige neuralgische Punkte habe die Stadt auch schon abgearbeitet, sagt er.

Einen zentralen Überblick, wo in der Stadt schon überall rote Farbe aufgetragen ist und wo das demnächst noch passieren soll, gibt es im Straßenverkehrsamt aber nicht. Das erfolge sukzessive nach Anregungen des Radentscheids und aus den Ortsbeiräten oder Empfehlungen der Unfallkommission, erläutert Michaelis. Es sei nicht auszuschließen, dass demnächst auch an der Ecke Ginnheimer Hohl/Hügelstraße rote Farbe aufgetragen werde.

Für den 73-Jährigen kommt dies allerdings zu spät.

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