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Zwei zerstörte PKW stehen nach einem Unfall im Frankfurter Ostend.
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Bei dem tödlichen Unfall mit einem SUV im Frankfurter Ostend ermittelt die Polizei nun wegen eines Mordverdachts.

Nach Unfall in Frankfurt

Ermittler decken auf: Ostend-Raser lieferte sich offenbar ein Rennen – Drift-Versuch endete tödlich

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Der Raser, der im Frankfurter Ostend zwei Menschen mit seinem SUV getötet hat, wurde festgenommen. Konkrete Anhaltspunkte weisen darauf hin, dass er den Unfall vorsätzlich verursacht haben könnte.

  • Unfallverursacher inhaftiert: SUV-Fahrer steht nach neuen Ermittlungsergebnissen unter Mordverdacht.
  • Tödlicher Unfall: Zwei Männer sind am 21.11.2020 im Frankfurter Ostend von einem SUV erfasst worden und gestorben.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen den Raser zunächst wegen fahrlässiger Tötung.

Frankfurt – Mehr als drei Monate nach dem tödlichen Unfall im Frankfurter Ostend steht der Unfallverursacher unter Mordverdacht. Der 38-Jährige sei am Donnerstag festgenommen worden und sollte noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand geht die Anklagebehörde davon aus, dass der Raser den Tod eines 27-jährigen Fahrradkuriers und eines 61 Jahre alten Fußgängers an der stark frequentierten Unfallstelle „zumindest billigend in Kauf genommen“ habe.

Unfall: Raser soll sich im Frankfurter Ostend ein Rennen geliefert haben

Nach dem tödlichen Unfall war gegen den Fahrer zunächst wegen fahrlässiger Tötung ermittelt worden. Im Verlauf der Ermittlungen hätten sich jedoch Anhaltspunkte ergeben, dass der 38-Jährige den Unfall „nicht sorgfaltswidrig, sondern vorsätzlich verursacht hat“, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt. So soll der 38-Jährige an seinem über 600 PS-starken SUV vor Fahrtantritt an jenem 21. November ein für die Stabilisierung des Fahrzeugs verantwortliches System manuell ausgeschaltet haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten weiter vor, er habe vor dem Unfall in der Oskar-von-Miller-Straße an zwei Ampeln stark beschleunigt und sich zwischen den Ampeln mit einem neben ihm fahrenden Auto ein Rennen geliefert zu haben. Auf Nachfrage der Frankfurter Rundschau präzisierte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft, der 38-Jährige habe „das Rennen mehr mit sich selbst gefahren“. Gegen den anderen Verkehrsteilnehmer werde nicht ermittelt, er habe vielmehr als Zeuge ausgesagt.

Unfall in Frankfurt: Auto des Rasers schleuderte mit 82 Stundenkilometern auf Radweg

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 38-Jährige bei Einfahrt in eine Kurve in der Oskar-von-Miller-Straße das Gaspedal nahezu vollständig durchgedrückt und einen Drift eingeleitet hatte, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen und anderen Verkehrsteilnehmern durch sein riskantes Fahrverhalten zu imponieren. Da er das Stabilisierungssystem des Fahrzeugs ausgeschaltet hatte, brach das Heck des Wagens bei dem Fahrmanöver aus, wodurch das tonnenschwere Auto auf einen parallel zu Fahrbahn verlaufenden Fahrradstreifen schleuderte.

Die Staatsanwaltschaft geht nach einem Sachverständigengutachten davon aus, dass das Fahrzeug mit einem Tempo von 82 km/h den Kurierfahrer und die beiden Fußgänger erfasste. Neben den beiden tödlich Verletzten erfasste das Fahrzeug auch die 31-jährige Tochter des 61-Jährigen, die Knochenbrüche am ganzen Körper erlitt. Dazu, wie schnell das Fahrzeug vor dem Ausbruch unterwegs war, machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

Bei Unfall in Frankfurt: SUV-Fahrer hatte weder Alkohol noch Drogen konsumiert

Laut einem Gutachten war der 38-Jährige während der Fahrt weder alkoholisiert, noch stand er unter Drogen. Der Mann ist im Straßenverkehr allerdings kein unbeschriebenes Blatt. Gegen ihn sollen wegen auffälligen Verhalten, Beleidigung und Trunkenheit schon mehrere Geldstrafe verhängt worden sein, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. (Oliver Teutsch)

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