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Frankfurt und Rhein-Main: Die S-Bahnen waren unpünktlicher

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Von: Florian Leclerc

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Immer gut, wenn die S-Bahn pünktlich ist. Foto: Renate Hoyer
Immer gut, wenn die S-Bahn pünktlich ist. © Renate Hoyer

Der RMV legt seine Verspätungsbilanz für S-Bahnen, Regionalzüge und Busse im Verbundgebiet vor - und nennt Gründe für die Verspätungen.

Bei den S-Bahnen im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) lag die Pünktlichkeit im vergangenen Jahr bei etwa 92 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, wie der RMV mitteilte. Als Gründe wurden „außerordentlich viele Großstörungen“ angegeben, die teils über Wochen und Monate angedauert hätten.

Dazu zählten der Dammrutsch in Eschersheim von Januar bis April, die Gleisabsenkung am Südbahnhof im Juli und die Sperrung der Salzbachtalbrücke im zweiten Halbjahr.

Auch hätten sich die wiederholten Streiks der Eisenbahn-Gewerkschaft GDL, die Störungen abseits des RMV-Gebiets, etwa der Felsrutsch in Kestert, und die stetig zunehmenden Baustellen negativ auf die Pünktlichkeit ausgewirkt.

Züge bremsen sich aus

„Ist der Fahrplan einmal aus dem Takt geraten, ziehen sich die Verspätungen mitunter durch den ganzen Tag, weil die Züge sich gegenseitig ausbremsen“, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Etwa zwei Drittel aller Verspätungen im S-Bahn-Netz seien auf Zugfolgeverspätungen und Verspätungen aus vorherigen Fahrten zurückgegangen.

Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeit im RMV-Gebiet den Angaben zufolge bei etwa 88 Prozent. Zu den Ursachen zählten unter anderem Baustellen und das Sturmtief „Tristan“ im Februar. Im Busverkehr wurde eine Pünktlichkeit von etwa 92 Prozent erreicht. Busverspätungen erklärten sich meist durch Umleitungen wegen Straßenbaustellen, durch Unfälle von anderen Verkehrsteilnehmenden oder ein erhöhtes Verkehrsaufkommen.

Insgesamt habe der RMV im vergangenen Jahr etwa 565 Millionen Fahrgäste gezählt. Das seien zwei Drittel im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie und etwa 40 Millionen mehr als 2020.

Die Fahrgeldeinnahmen lagen im vergangenen Jahr bei 759 Millionen Euro. Zurückgegangen sei vor allem der Verkauf von Tages- und Einzelfahrkarten. 2019 wurden 945 Millionen Euro durch Ticketverkäufe erzielt.

Jobtickets hätten mittlerweile 280 000 Menschen, das sei ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2021 seien 55 neue Verträge für 16 500 Beschäftigte hinzugekommen. „Die Wirtschaft sieht im Jobticket einen echten Mehrwert im Kampf um qualifizierte Fachkräfte“, sagte Ringat.

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