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Corona-Kontrollen

Frankfurt und Corona: Lob für die Löwen, Bühnen und Museen

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die FR-Umfrage zu Corona-Kontrollen ergibt aber auch Bedenkliches. Vielerorts werden Impfzertifikate allezu lax kontrolliert.

Zunächst ein herzliches Dankeschön an alle, die uns ihre Erfahrungen mit Corona-Kontrollen in der Gastronomie und bei anderen Gelegenheiten aufgeschrieben haben. Es sind so erfreulich viele Zuschriften, dass wir nicht allen Einsenderinnen und Einsendern danken und auch nicht alle Erfahrungen einzeln in der Zeitung wiedergeben können.

Das Ergebnis ist mit Sicherheit nicht repräsentativ und es soll keineswegs die Gastgeberinnen und Gastgeber pauschal anprangern. Aus allen Berichten lässt sich zusammenfassen: Es gibt Lokale und Einrichtungen, die sich vorbildlich Mühe geben beim Kontrollieren der Impfnachweise – aber in der überwiegenden Mehrheit sind unsere Leserinnen und Leser nicht zufrieden mit dem, was sie uns schildern.

Da ist die Rede von einer Frankfurter Caféwirtin, die ihren Gästen sagt, „das mit dem geimpft oder nicht geimpft sei ihr herzlich egal. Das sei doch alles nur Diktatur.“ Der Ober in der Bar eines großen Frankfurter Veranstaltungsorts habe, von FR-Lesern auf die unterbliebene Prüfung der App angesprochen, gesagt: „Das ist mir egal, den Coronascheiß mach’ ich nicht mehr mit“. Ein anderer Leser über einen anderen Frankfurter Wirt: „Er sagte nur, Ausweise kontrolliert er nicht, will er nicht, er sei ja nicht die Polizei.“

Ein Leser, der sich selbst beileibe nicht als Kontrollfreak sieht, wandte sich in seiner Not an die Leitung eines Frankfurter Einkaufszentrums, weil er dort grobe Nachlässigkeiten bei den Kontrollen erlebt hatte. Das Management könne doch seine Reichweite bei der Kundschaft einsetzen, um für Impfung und Vernunft zu werben, schlug der FR-Leser vor. Reaktion: keine.

Lange Wartezeiten

Klagen reichen von überforderten U-Bahn-Kontrolleuren bis hin zu einem Hygienemaßnahmen verweigernden Käseverkäufer auf dem Wochenmarkt. Unzumutbar lange Wartezeiten an Impfständen waren ebenfalls Thema von Zuschriften – nur um am Ende weggeschickt zu werden, weil der Impfstoff aufgebraucht war. Das hat leider auch ein Leser an einer Haltestelle des Impf-Express erlebt, auch wenn das mit den Corona-Kontrollen natürlich nicht direkt zu tun hat.

Sogar zwei Krankenhäuser prüften erschreckend lax den Impfstatus der Besuchenden, allerdings in Rheinland-Pfalz und Thüringen, wie zwei Leser berichteten. „Ich habe gezögert, hier als ,Denunziant‘ aktiv zu sein“, schrieb eine Leserin nach etlichen Restaurantbesuchen. „Aber es kann so einfach nicht weitergehen.“ Ums Denunzieren soll es hier auch gar nicht gehen, nur darum, auf die Lage aufmerksam zu machen. Möge die Notwendigkeit dafür möglichst bald enden.

Großes Lob gab es für die Kontrollen bei den Heimspielen der Eishockey-Löwen, für Oper und Schauspiel am Willy-Brandt-Platz, für die Dramatische Bühne, die Caricatura, für Städel und Schirn. Lob auch für gewissenhafte Restaurants und Ristoranti in Frankreich und Italien von unseren polyglotten Leserinnen und Lesern. Und der Vergleich: „In Deutschland wird immer noch alles sehr großzügig gehandhabt wie sonst auch: Freie Fahrt für freie Bürger*innen.“

Ein besonders sachkundiger Leser analysierte die Entwicklung der rechtlichen Corona-Vorgaben für die Gastronomie in Hessen seit Juni 2021 und fragte: „Ist man hier nicht zu ,großzügig‘ im Hinblick auf die steigenden Inzidenzen?“ Und eine Leserin schickte als Antwort auf unsere Frage nach den 2G bis 3G eine E-Mail voller G-witzter Wortspiele und wünschte uns, wir sollten G-sund bleiben. Das wünschen wir Ihnen allen auch.

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