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Frankfurt: Umweltpreise für Uni-Forschende

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Von: Thomas Stillbauer

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Die Goethe-Uni vergibt einen Umweltpreis.
Die Goethe-Uni vergibt einen Umweltpreis. © Christoph Boeckheler

Die Goethe-Universität zeichnet fünf Arbeiten aus, die sich unter anderem mit schädlichen Kunststoffen, aber auch mit Gewässerproblemen beschäftigen.

An insgesamt fünf Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler geht der „Frankfurter Preis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2022“ der Goethe-Uni. Die Forschenden beschäftigen sich besonders mit Problemen durch Verpackungen und Produkte aus Kunststoff, aber auch mit den Auswirkungen menschlicher Handlungen auf Gewässersysteme.

Die Hauptpreise erhalten Lukas Sattlegger (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften) und Lisa Zimmermann (Biowissenschaften) für ihre Dissertationen. Sattlegger beschrieb Schwierigkeiten und Potenziale der Verpackungsvermeidung. Er habe im Lebensmittelhandel die spezifischen Funktionen von Verpackungen identifiziert, die beim Wandel hin zu nachhaltigeren Lösungen zu berücksichtigen seien, heißt es zur Begründung. Er habe „aus einer Analyse der Beziehungen zwischen den Arbeiter*innen und dem Plastik“ herausgearbeitet, „dass nicht einfach auf Plastik verzichtet werden kann, sondern erst neue Praktiken für den Umgang mit dem Plastikersatz entwickelt werden müssen“.

Lisa Zimmermann analysierte für ihre Dissertation, wie giftig Konsumprodukte aus Plastik sind. Sie untersuchte Alltagsprodukte ebenso wie Produkte aus biobasierten und biologisch abbaubaren Materialien, die als nachhaltigere Alternativen zu konventionellen Kunststoffen beworben werden. Resultat: Zimmermann wies mehr als 1400 Chemikalien nach, von denen die meisten mit chemischer Analytik nicht identifizierbar waren und somit in Risikobewertungen nicht vorkommen.

Förderpreise erhielten Natalie Reininger (Fachbereich Biowissenschaften), Katrin Wagner und Alexandra Werwitzke (jeweils Geowissenschaften/Geographie). Reininger beschäftigte sich für ihre Masterarbeit mit Bisphenol A, einem Weichmacher für Plastikprodukte, der inzwischen in der Umwelt auftauche und schädliche Auswirkungen auf Organismen und Ökosysteme habe.

Klimawandel in der Arktis

Katrin Wagners Masterarbeit untersuchte die besonders drastische Erwärmung der Arktis und ihre Auswirkungen auf das globale Klima, unter anderem mit der Analyse eines Sedimentbohrkerns in einem See im westlichen Spitzbergen.

Alexandra Werwitzke befasste sich in ihrer Wissenschaftlichen Hausarbeit mit den Auswirkungen des Great Garuda Sea Wall-Projekts, eines riesigen Küstenwalls in Indonesien, auf Fischerei und Fischfauna im Küstengebiet Jakartas.

Die Preisträgerinnen und der Preisträger wurden ausgewählt vom Kuratorium Frankfurter Preis für Umwelt und Nachhaltigkeit unter Vorsitz von Soziologieprofessorin Birgit Blättel-Mink. Die Preisverleihung ist für Montag, 21. November, geplant.

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