Klimakrise

Frankfurt: Umweltausschuss befasst sich mit FR-Klimawette

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Sogar der Umweltausschuss befasst sich mit dem Engagement der FR-Leserinnen und -Leser. Das Klimasparbuch des Energiereferats hat in diesem Jahr Jubiläum.

Seit zehn Jahren gibt es das Frankfurter Klimasparbuch – darüber berichtete Paul Fay, stellvertretender Leiter des städtischen Energiereferats, am Donnerstagabend im Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung.

Neu ist seit diesem Jahr die Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, sich direkt an der Einsparung von Kohlendioxid zu beteiligen und ihren Beitrag „einzuzahlen“: auf das sogenannte Einsparkonto. Dafür gibt es jeden Monat etwas zu gewinnen. Und weil’s so eine gute Idee ist, holte Fay auch gleich die Frankfurter Rundschau mit ins Boot. Er bot im Januar die Klimawette an – und klarer Fall: Topp, die Wette galt.

Einen Monat lang sammelten die FR-Leserinnen und -Leser, was sie Gutes zur CO2-Bilanz in Frankfurt und Rhein-Main beitragen können. Am Ende hatten sie fast 400 Tonnen Kohlendioxid zusammengetragen, die die Atmosphäre nicht mehr belasten werden. Und damit war die Wette haushoch gewonnen.

Feine Einzelleistungen

So viele Kilogramm CO2 sparen die Beiträge von FR-Teams aus der Klimawette ein (letzte Tabelle und Schluss):

Inez Lube: 520 Kilogramm CO2
Nora Wolfsheim: 3113
Anonym: 3110
Gabriele Kurze: 4327
Joerg Weber: 1695
Christiane Lehmann: 3572
Johannes Baumanns: 1787
Jörn & Jonte Hülsmann: 1787
Matthias Hahl: 1445
Renate Berg: 6879
Claudia Will: 3232
Hanspeter Maier: 9081
Julian Scherrer: 4857
Birgit Salm: 2135
Jutta Dräxler: 627
Thomas Prochazka: 1445
Esther Fryns: 1976
N.D.: 1787
Cornelia Albrecht: 1445
Gerlinde Ebert: 1872
Kai Dreßler: 3657

Jeder Beitrag ist ein Gewinn fürs Klima. Herzlichen Dank an alle! ill

Im Umweltausschuss resümierte Fay die Resultate der FR-Gemeinschaft und zeigte die Zeitungsüberschriften, die die Aktion zwischen dem 20. Januar und dem 20. Februar begleiteten. Den größten Batzen holten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Sektoren Mobilität (32 Prozent), Konsum (27) und Heizung (20) heraus, gefolgt von der Nutzung erneuerbarer Energie mit zwölf Prozent.

Schon zuvor hatte Paul Fay mit HR-Wetterfrosch Thomas Ranft gewettet und seinerzeit gewonnen, dank des großen Beitrags eines Unternehmens. Als Preis gab es ein Klimafrühstück. Die FR-Klimawette wird – eine Stufe weiter – mit einem Klimalunch abgegolten. Ein Termin dafür steht noch nicht fest; wir werden berichten.

Klimaschutzprojekte hätten in Frankfurt beispielsweise im Jahr 2017 insgesamt fast 270 000 Tonnen CO2 eingespart, berichtete Fay den Stadtverordneten. Er baut weiter auf die Energie der Menschen, sich das Thema zu eigen zu machen. Dabei soll das Klimasparbuch helfen. Es bündelt Tipps und Kontaktadressen, erläutert Hintergründe und enthält auch eine ganze Reihe von Coupons, die Rabatte auf klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen gewähren, vom Brot bis zur Energieberatung.

Das Klimasparbuch war in diesem Frühjahr zum ersten Mal seit dem Start 2011 in den Buchhandlungen ausverkauft – vielleicht auch dies eine Folge der vielbeachteten Klimawette. Einige Exemplare soll es noch bei der Mainova geben, Sparbuch-Partnerin des Energiereferats.

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