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Der Radverkehr soll mitten auf der Schloßstraße fahren. Foto: Rolf Oeser
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Der Radverkehr soll mitten auf der Schloßstraße fahren.

Mobilität

Frankfurt: Umbau der Schloßstraße beschlossen

  • VonMatthias Bittner
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  • Florian Leclerc
    Florian Leclerc
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Der Ortsbeirat 2 spricht sich in Frankfurt für ebenerdige Gleise auf der Schloßstraße aus. Dem ADFC geht der Umbau nicht schnell genug.

Die Schloßstraße soll in den kommenden Jahren umgebaut werden, damit der Radverkehr mehr Platz bekommt. Das hat der Ortsbeirat 2 am Montagabend beschlossen. Zustimmung kommt von der SPD-Fraktion im Römer. „Nur eine solche Umgestaltung wird den Interessen aller Verkehrsteilnehmer:innen gerecht und ermöglicht sichere Radwege – ohne den Wegfall vieler Parkplätze für die Anwohnerinnen und Anwohner“, sagte Kristina Luxen, die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Auf der Schloßstraße sollen nach Ortsbeiratsbeschluss die Straßenbahngleise ebenerdig geführt werden. Diese Baumaßnahme sollte „schnell realisiert werden“, statt „Experimente zulasten der Anwohner:innen zu starten“, sagte Luxen.

ADFC fordert mehr Tempo

Der ADFC in Frankfurt ist mit dem Beschluss nur teilweise zufrieden. „Auch wir wollen eine schnelle Umgestaltung der Schloßstraße. Aber kurzfristig müssten an den besonders kritischen Stellen schon jetzt Parkplätze wegfallen, damit Radfahrerinnen und Radfahrer nicht weiter gefährdet werden“, sagte Betram Giebeler, der verkehrspolitische Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Frankfurt. Er befürchtet, ein Umbau werde zwei Jahre oder länger dauern. „Das Thema muss jetzt mit Priorität behandelt werden“, sagte er.

Auf der Schloßstraße in Bockenheim dürfen Kfz den Radverkehr nicht mehr überholen. Der frühere Radweg, der in der Türzone lag, fiel weg. Allerdings mehren sich die Beschwerden von Radfahrerinnen und Radfahrern, weil sie von Kfz bedrängt werden. Das war auch Thema in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats.

Parkplätze bleiben

Der von Grünen und Linken im Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald) vorgelegte Antrag, den Parkstreifen auf dem Abschnitt zwischen Adalbertstraße und Rödelheimer Straße auf die Breitenbachbrücke zu verlegen und im Gegenzug einen baulich getrennten Radstreifen auf dem Teilstück anzulegen, wurde allerdings abgelehnt.

„Wir sind enttäuscht. Nicht nur für die Sicherheit der Menschen, sondern auch für den Klimaschutz sind gute Radwege dringend erforderlich: Es ist erwiesen, dass sichere Radinfrastruktur dazu führt, dass Menschen mehr mit dem Rad fahren“, sagte Melanie Gräßner (Grüne).

Die Streichung von Parkplätzen hält die SPD-Fraktion für eine zu drastische Maßnahme. Mit Stimmen von CDU, FDP und BFF wurde ihr Alternativpapier verabschiedet. Die SPD regte an, die in der Mitte verlaufenden Straßenbahngleise und die Fahrbahn anzugleichen, so dass die Trasse von Autos befahren werden kann. Dann könnten auch ein Radstreifen angelegt und das Überholverbot für Radfahrer aufgehoben werden. „Die Schloßstraße wird seit Jahrzehnten vernachlässigt, das ist das eigentliche Problem“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Völker. Er pochte auch auf mehr Piktogramme und Aufklärungskampagnen.

„Dieser Antrag setzt auf eine Lösung, die laut Aussage der Stadt nicht vor 2025 umsetzbar ist“, sagte Linke-Sprecher Hans-Jürgen Hammelmann. Ab diesem Zeitpunkt soll die neue Straßenbahnlinie 13 in der Schloßstraße fahren. Zudem soll auch ein Radschnellweg von Frankfurt in den Taunus durch die Schloßstraße führen.

In den SPD-Antrag aufgenommen wurde ein CDU-Vorschlag: Der Magistrat soll prüfen, ob das Überholverbot für Zweiräder durch die Gestaltung der bestehenden Fahrspur besser umgesetzt werden kann.

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