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Frankfurt: Über die Depression sprechen

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Von: Steven Micksch

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Auch 2021 waren die Teilnehmenden der Mut-Tour bereits in Frankfurt. Damals noch am Eisernen Steg.
Auch 2021 waren die Teilnehmenden der Mut-Tour bereits in Frankfurt. Damals noch am Eisernen Steg. © christoph boeckheler*

Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt bietet an einem Aktionstag an der Konstablerwache Hilfe bei Fragen zu psychischen Erkrankungen. Angehörige von Betroffenen berichten von ihren Erfahrungen.

Um beim Thema Depressionen Vorurteile ab- und Vertrauen aufzubauen, organisiert der Verein „Mut fördern“ bereits zum zehnten Mal die Mut-Tour. Dabei legen die Teilnehmenden gut 4250 Kilometer von Aurich bis Regensburg auf Fahrradtandems zurück, um für mehr Offenheit, Wissen und Mut im Umgang mit Depressionen zu werben. Am heutigen Donnerstag machen sie Halt in Frankfurt.

An der Konstablerwache wird deshalb von 9.30 bis 12 Uhr ein kleiner Aktionstag durchgeführt. Neben den Teilnehmer:innen der Tour wird auch das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt vor Ort sein und informiert über die zahlreichen Angebote seiner Abteilung Psychiatrie, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Psychiatrie stellen die verschiedenen Angebote des Gesundheitsamtes vor, mit denen sie Betroffene jedes Alters beraten und unterstützen, darunter etwa den Sozialpsychiatrischen und den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst, die Vortragsreihe „Psyche und Gesellschaft“, die Projekte „Babbeln für die Seele“, „Kultur auf Rezept“ oder „SAME. Anders ist normal.“

„Aktuelle Zahlen belegen, wie wichtig es ist, das Thema Depression in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Majer, der den Aktionstag offiziell eröffnen wird. „In Deutschland erkranken 8,2 Prozent und damit 5,3 Millionen Erwachsene im Laufe eines Jahres an einer depressiven Störung.“ Und obwohl auch immer mehr Personen des öffentlichen Lebens ihre Erkrankung publik machten, seien Depressionen noch immer ein Tabuthema.

Das Gesundheitsamt möchte die Öffentlichkeit über das Krankheitsbild Depression aufklären, die Versorgung von Betroffenen verbessern, aber auch sie und ihre Angehörigen ermutigen, offen mit ihren Erfahrungen umzugehen.

Passend dazu stehen bei der diesjährigen Mut-Tour die Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Mittelpunkt. Als Antwort auf die Frage „Und was brauchst du?“ berichten sie von ihren Erfahrungen.

Einen Überblick über die Angebote des Gesundheitsamts bietet zudem die Broschüre „Gesund durchs Jahr“, die am heutigen Donnerstag auf der Konstablerwache und während der Öffnungszeiten im Gesundheitsamt in der Breite Gasse erhältlich ist.

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