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Mobilität

Frankfurt: Wo soll die U4 halten?

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die Initiative Frankfurt22 fordert eine U-Bahn-Station am Botanischen Garten statt am Campus Westend und eine Straßenbahn auf dem Reuterweg zum Campus.

Die Bürger:inneninitiative Frankfurt22 spricht sich beim Lückenschluss der U-Bahn-Linie 4 gegen eine zentrale Anbindung des Uni-Campus Westend aus. Sie fordert eine U-Bahn-Station am Botanischen Garten. Dieser sei nur 700 Meter vom Campus entfernt.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) hatte zuvor verschiedene Varianten für den Lückenschluss der U4 von Bockenheim nach Ginnheim vorgestellt. Das beauftragte Ingenieurbüro Infoplan aus München empfahl die sogenannte Variante 3, die von der Bockenheimer Warte über Uni-Campus Westend, Europaturm und Platensiedlung nach Ginnheim führen würde. Sie kostet rund 240 Millionen Euro. 17 000 zusätzliche Fahrgäste am Tag werden erwartet. Der Nutzen-Kosten-Wert liegt bei 2,0, der Nutzen ist also doppelt so hoch wie die Kosten.

U-Bahnlinie 4 in Frankfurt: Initiative fordert anderen Streckenverlauf

CDU, SPD und Linke im Römer begrüßten diese Variante des U4-Ausbaus, die auch Oesterling und die Goethe-Universität unterstützen. Die Grünen wollen sich entscheiden, wenn eine Grundwasseruntersuchung für den Grüneburgpark und den Botanischen Garten vorliegt.

Beide Grünflächen würde die U4 von Bockenheim zum Campus Westend unterfahren, was bei Frankfurt22 Bedenken auslöst. So könnten die Grundwasserströme gefährdet werden, befürchten Hans Jürgen Hammelmann, Klaus Gietinger und Gisela Becker. An den Verkehrsdezernenten gewandt, sagten sie: „Herr Oesterling, geben Sie sich einen Ruck: Vergraben Sie Ihre Tunnelbohrmaschine, die geht sowieso wieder kaputt. Und bis der Tunnel fertig ist, sind die jetzigen Studenten Rentner.“ Der BUND Frankfurt spricht sich ebenfalls gegen eine Unterfahrung des Grüneburgparks aus.

Nahverkehr in Frankfurt: Ausbau der U4 weiter umstritten

Frankfurt22 setzt sich für die Variante 1a ein, die über den Botanischen Garten nach Ginnheim führt. Die Tunnelstrecke wäre kürzer, daher ist die Variante auch günstiger und liegt mit einem Kosten-Nutzen-Wert von 3,1 deutlich über dem der Variante 3. Bei der Variante 1a wäre mit 15 900 zusätzlichen Fahrgästen am Tag und Kosten von 162 Millionen Euro zu rechnen. Der Tunnel wäre 925 Meter lang. Beim zentralen Halt an der Uni wären rund 2,5 Kilometer Tunnel nötig.

Die Variante 3 ist aus Sicht der Initiative schöngerechnet und käme die Steuerzahlenden deutlich teurer zu stehen, schätzungsweise mit 750 Millionen Euro, weil sich Tunnelarbeiten meistens verteuerten. Am Botanischen Garten sei auch Platz für ein Fahrradparkhaus. Außerdem müsste der Miquelknoten verkleinert werden.

Die Initiative will auch die Straßenbahn auf dem Reuterweg reaktivieren, die dort bis 1978 als Linie 13 fuhr. Drei Kilometer vom Platz der Republik zum Campus Westend kosteten 60 Millionen Euro, von denen Bund und Land 90 Prozent fördern würde, führte sie aus.

Im Stadtparlament schließt sich die Linke der Forderung nach einer Straßenbahn auf dem Reuterweg an, allerdings zusätzlich zur direkten Anbindung des Campus Westend.

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