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So lässt sich die Haustür sichern, etwa mit einem Querriegel. Foto: Michael Schick
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So lässt sich die Haustür sichern, etwa mit einem Querriegel.

Wohnungeinbrüche

Frankfurt: Tipps zum Schutz vor Einbrechern

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Die polizeiliche Beratungsstelle gibt Tipps, wie man seine Wohnung sichern kann und sagt, was nicht wirklich hilft.

Dirk Balzer setzt einen Schraubenzieher an einem Fenster an, hebelt einmal unten, einmal an der Seite, einmal oben. Nach fünf Sekunden ist das Fenster offen.

Bei Fenstern seien Schraubenzieher die Lieblingsinstrumente von Einbrechern, sagt er, bei Türen kämen meist Brecheisen zum Einsatz. Dirk Balzer ist Hauptkommissar und berät im Team mit drei Kollegen die Frankfurterinnen und Frankfurter, die sich gegen Wohnungseinbrüche schützen wollen. Mehr als 800 Beratungen mache das Team pro Jahr, entweder in der Beratungsstelle oder bei den Menschen zu Hause. Das Ganze kostet nichts.

Das Fenster ist als Anschauungsobjekt in der polizeilichen Beratungsstelle auf der Zeil aufgebaut. „Wenn es neu gewesen wäre, hätte das Aufhebeln etwas gedauert“, sagt er. Vielleicht zehn Sekunden.

„Das Einzige, was physischen Schutz gegen Einbrüche bietet, ist Mechanik“, sagt Balzer. An Fenstern lasse sich ein neuer Rahmen anbringen. Günstiger seien Stangen vor den Fenstern. Das sehe zwar nicht so schön aus, schütze aber.

Den typischen Einbrecher bezeichnet Balzer als jemanden, der nicht zwei Stunden vor einem Haus wartet, um zu schauen, ob jemand zu Hause ist, sondern als jemanden, der durch die Straßen zieht und nach einer Gelegenheit späht. Die häufigsten Einbruchszeiten seien tagsüber, von 14 bis 20 Uhr, also dann, wenn die Menschen arbeiten oder beim Einkaufen oder Spazierengehen sind. Im Coronajahr 2020 seien die Einbruchszahlen gar nicht so stark gesunken, wenn man wegen Homeoffice hätte denken könnte, sondern in Frankfurt nur um knapp drei Prozent.

Insgesamt liegt die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Stadt aber auf einem historisch niedrigen Niveau, wie aus der polizeilichen Kriminalstatistik für Frankfurt hervorgeht. 2020 waren es 1041 Fälle, ein Jahr zuvor noch 1072 Fälle. Seit 2014 hat sich die Zahl halbiert.

Damit man selbst nicht Einbruchsopfer wird, gebe es mehrere Möglichkeiten, sich zu schützen, sagt Balzer. Bei Wohnungen im Erdgeschoss oder mit Balkon oder Terrasse sollten die Fenster gut geschützt sein. Ein verschließbarer Fenstergriff allein reiche nicht.

An der Wohnungstür sei der Querriegel ein wirksamer Schutz. Teilweise müssten dafür die Türen verstärkt werden. Bei Mietwohnungen müsse der Vermieter einverstanden sein.

In den Urlaubszeit sollten die Reisenden darauf achten, dass der Briefkasten regelmäßig geleert werde und der Mülleimer nicht tagelang vor dem Haus stehe. „Es ist immer gut, einen guten Kontakt zu den Nachbarn zu haben“, sagt Balzer. Heruntergelassene Rollläden seien ein Signal, dass niemand zu Hause sei, und schützten nicht wirksam. Sinnvoll könne eine Zeitschaltuhr sein, um das Licht jeden Tag einige Zeit anzuschalten.

Individuelle Beratung : Die polizeiliche Beratungstelle in Frankfurt, Zeil 33, hat am Freitag, 16. Juli, länger geöffnet, von 8 bis 20 Uhr. Danach sind die Öffnungszeiten montags, mittwochs und freitags, 8 bis 20 Uhr, und donnerstags, 16 bis 19 Uhr; Telefon: 069 / 755 555 55.

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