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Frankfurt: Thorsten Lieb bleibt FDP-Vorsitzender

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Von: Georg Leppert

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FDP-Kreisvorsitzender Thorsten Lieb. Renate Hoyer
FDP-Kreisvorsitzender Thorsten Lieb. Renate Hoyer © Renate Hoyer

Der Bundestagsabgeordnete erzielt ein eher mäßiges Ergebnis. Bei der OB-Wahl im März ist die FDP dabei.

Thorsten Lieb bleibt Frankfurter Kreisvorsitzender der FDP und für die OB-Wahl wird die Partei eine Kandidatin oder einen Kandidaten aufstellen. Das sind die zentralen Ergebnisse der Mitgliederversammlung, zu der sich am Samstag etwa 130 Freidemokrat:innen im Bürgerhaus Zeilsheim getroffen hatten.

Lieb, der seit Herbst vorigen Jahres für die FDP im Bundestag sitzt, war der einzige Kandidat für das Amt des Vorsitzenden und erzielte 68 Prozent Zustimmung. „Natürlich hätte ich mir ein besseres Ergebnis gewünscht“, räumte der 49 Jahre alte Rechtsanwalt im Gespräch mit der FR ein. Doch die Stimmung in der Halle sei eben nicht nur positiv gewesen. Dass die FDP zuletzt mehrere Landtagswahlen verloren habe und in Umfragen mäßig abschneide, sei spürbar gewesen und mache sich eben auch in seinem Resultat bemerkbar.

In seiner Rede ging Lieb auch auf die Bundespolitik ein. Sicher sei ein Atomausstieg im Frühling nicht, sagte er, obwohl die Kernenergie „gewiss keine Zukunftstechnologie ist“. Aber „wir müssen energiepolitisch endlich erwachsen werden“. Sollten Kernkraftwerke auch über 2023 hinaus benötigt werden, dann müsse die Diskussion darüber erneut geführt werden.

Zu Liebs Stellvertreter:innen wählte die FDP Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst, den Stadtverordneten Sebastian Papke und den bisherigen Beisitzer Wolfgang Weyand. Schatzmeister bleibt Frank Maiwald.

Als es dann um Kommunalpolitik ging, durfte sich Yanki Pürsün seine Lorbeeren abholen. Ohne den Fraktionsvorsitzenden im Römer wäre Peter Feldmann (SPD) nicht als Oberbürgermeister abgewählt worden, sagte Lieb. Derweil lobte Pürsün Wirtschaftsdezernentin Wüst. Sie habe ihr Ressort im Rathaus wieder in den Mittelpunkt gerückt. „Seitdem haben wir im Römer FDP-Wirtschaftspolitik pur“, sagte Pürsün.

Ein Antrag, für die Wahl zum nächsten Stadtoberhaupt eine Kandidatin oder einen Kandidaten aufzustellen, bekam die Zustimmung von rund 80 Prozent der FDP-Mitglieder. In den nächsten zehn Tagen werde der Vorstand einen Vorschlag vorlegen, sagte Lieb. Über diesen soll die Basis dann am 7. Dezember abstimmen

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