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Der Festplatz am Ratsweg wird zum Modell für Frankfurter Eventkonzepte.
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Der Festplatz am Ratsweg wird zum Modell für Frankfurter Eventkonzepte.

Frankfurt feiert

Frankfurt testet auf der Dippemess ein neues Konzept

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Frankfurt macht aus dem offenen Festplatz einen regulierten Vergnügungspark. Das könnte zum Modell werden für andere Events.

Frankfurt - Die Frankfurterinnen und Frankfurter feiern gerne. Und laden dazu auch das halbe Umland ein, also, wenn nicht gerade Pandemie ist. Die hat in den vergangenen Monaten die Feierei ganz schön eingeschränkt. Der Weihnachtsmarkt 2019 ist das letzte Spektakel in der Stadt Frankfurt gewesen. Was nicht nur das Volk wurmt, auch die Schaustellerfamilien, die Fressbudenmenschen, die Musizierenden.

Jetzt wagt die Stadt einen Modellversuch. Von Freitag, 3. September, bis Sonntag, 19. September, öffnet sie auf dem Festplatz am Ratsweg die Dippemess. Frankfurts ältestes Volksfest hat ein neues Konzept bekommen. Es wird zum temporären Vergnügungspark. Das ermöglicht die Genehmigung in der Pandemie. Bringt aber eine Vielzahl von Auflagen mit sich.

Dippemess Frankfurt: 5000 Menschen dürfen gleichzeitig aufs Areal

Der Festplatz ist eingezäunt. Es gibt nur einen Eingang, Eintritt ist frei. 5000 Menschen dürfen gleichzeitig aufs Areal. Am Entree informiert ein Zähler über den aktuellen Stand. Besucherinnen und Besucher können auch im Internet schauen, wie voll es vor Ort ist, auf der Seite www.frankfurt-tourismus.de der Frankfurter Tourismus und Congress GmbH.

Zum Parkkonzept gehört auch das Einbahnsystem, alle laufen in dieselbe Richtung, über breite Schneisen. Wer an eine bestimmte Stelle zurück möchte, muss eine weitere Runde drehen. Außerdem noch Masken, wo nötig, und die Genesen-Getestet-Geimpft-Doktrin (ab sechs Jahren). Testen geht vor Ort, sogar ein Impfmobil des Roten Kreuzes ist dort zu finden.

„Schleichend zur Normalität zurückkehren“, so nennt Thomas Feda, der Geschäftsführer der Frankfurter Tourismus GmbH das Konzept. Er freut sich auf die Eröffnung, ist aber nervös. Nicht, weil er die zwei vergangenen Dippemessen nach dem Aufbau gleich wieder abbauen lassen musste. Das droht diesmal wohl nicht. Aber weil die ganze Stadt gespannt darauf blickt, ob das neue Konzept aufgeht, der Pandemie trotzen kann.

Dippemess in Frankfurt dient als Testballon für andere Veranstaltungen

Womöglich lässt es sich auf andere Feste übertragen. „So könnten wir den Weihnachtsmarkt retten“, hofft etwa OB Peter Feldmann (SPD). Die Erfahrungen am Ratsweg interessieren sicher auch die Messegesellschaft. Im Herbst steht die nächste abgespeckte Buchmesse an.

Thomas Roie vom Frankfurter Schaustellerverband sieht sich mit dem Hygienekonzept jedenfalls gut gerüstet. Mit der veränderten Platzarchitektur, der Wegeführung, den zusätzlichen Abständen im Gastrobereich. Dass es so funktioniert, hätten Schausteller bundesweit bereits im Vorjahr mit den sogenannten temporären Freizeitparks bewiesen. Sämtliche Modellversuche seien bisher mit Blick auf Corona nicht weiter auffällig gewesen. „Wir hätten es uns auch früher zugetraut zu öffnen“, sagt Roie selbstbewusst. Die Aufgabe der Veranstaltungsbranche sei es, Freude zu bereiten. „Einsamkeit macht auch krank“, sagt Roie. (George Grodensky)

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