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Frankfurt: Tennis spielen auf dem Mainkai

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Von: Florian Leclerc

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Jugendliche und das Kollektiv TAB und Stabil haben den Mainkai bemalt. Die Dezernenten Stefan Majer(l.) und Mike Josef helfen mit. M. Müller
Jugendliche und das Kollektiv TAB und Stabil haben den Mainkai bemalt. Die Dezernenten Stefan Majer(l.) und Mike Josef helfen mit. M. Müller © Monika Müller

Beim Stadtraum-Festival „Sommer am Main“ gibt es auf dem Mainkai in Frankfurt Sport, Kultur, Handwerk und Diskussionen.

Bunt ist der Mainkai schon. Das Kollektiv TAB und Stabil e.V. hat gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus neun Frankfurter Schulen den Asphalt der nördlichen Mainuferstraße umgestaltet. Auf 300 Metern sind Sportfelder und Grafikmotive zu sehen. „Urban Sports Park“ heißt das Projekt. Der Mainkai soll in den kommenden sechs Wochen auch urbaner, sporttauglicher und parkartiger werden.

Mit der Hilfe von Vereinen, Museen und ehrenamtlichen Akteur:innen hat die Stadtverwaltung ein Programm auf die Beine gestellt, das, unterbrochen vom Mainfest (5. bis 8. August) und Museumsuferfest (26. bis 28. August), bis zum Ende der hessischen Schulferien läuft. Vereine aus dem Tennisbezirk Frankfurt laden zum Tennisspielen ein. Adidas Runners veranstaltet ein Lauftraining. Skater:innen zeigen Tricks bei einem offenen Workshop. Die EZB-Basketballer:innen planen ein Turnier. Die Vereine TG Bornheim und FTG Frankfurt geben Einblicke in ihr Programm.

Weitere autofreie Räume

Kulturelle Veranstaltungen sind auch geplant. Das Museum Giersch der Goethe-Universität lädt zu einem offenen Atelier ein. Casa Cultural Cubana planen einen Tanzabend vor dem Historischen Museum. Am Abschlusswochenende (2. bis 4. September) treten „The OhOhOhs“ auf, Benedict Hegemann macht Poetry Slam. Der DJ Timcat legt Electro Swing auf, Tobias Rüger spielt Saxophon). Giuseppina Galloro macht einen Swing- und Showtanz. Wer sich handwerklich ausprobieren möchte, kann in der Mainkai-Werkstatt Pflanzbeete oder Möbel bauen. In einer „Speaker’s Corner“ können alle zu Wort kommen, die Ideen zum Stadtraum Mainkai äußern möchten.

Der Mainkai soll nicht der einzige autofreie Raum in der Innenstadt bleiben. In dieser Wahlperiode soll das Schärfengäßchen, das von der Töngesgasse abgeht, zur Fußgängerzone werden, kündigte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) an. Der Große Hirschgraben, wo sich das Goethe-Haus und das Romantikmuseum befinden, werde ebenfalls für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Koalition hatte sich laut Vertrag vorgenommen, auf Basis des grünen Programms „Stadt am Main“ ein Verkehrs- und Entwicklungskonzept gemeinsam mit den Bürger:innen und in Absprache mit den Ortsbeiräten umzusetzen. Das ist mit Blick auf den Masterplan Mobilität, der bis Ende des Jahres fertig sein soll, in den Hintergrund geraten.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sprach den Wandel auf der Zeil an, wo Karstadt 2025 schließen will. Der Stadtraum lasse sich anschließend urbaner nutzen. Bürgerservice-Dezernentin Eileen O’Sullivan (Volt) kündigte eine Befragung der Bürgerinnen und Bürger auf dem Mainkai an, um Schlüsse für die nächste Mainkai-Sperrung im Sommer 2023 zu ziehen. Zwischen 5. September 2022 und 24. Juli 2023 ist der Mainkai wieder für den motorisierten Verkehr freigegeben.

Programm: sommerammain.de

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