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Auch in Bussen und Bahnen halten die meisten Menschen die Abstandsregeln ein.

Fahrplan

Frankfurt: Teilweise mehr Busse und Bahnen

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Die Nahverkehrsgesellschaft bessert den Sonntagsfahrplan in Frankfurt nach. Zuvor waren Beschwerden über überfüllte Wagen laut geworden.

Die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq setzt ab Montag auf einigen Linien mehr Züge und Busse ein. Zuvor hatten sich Fahrgäste beschwert, dass sich trotz der Kontaktsperre zu viele Menschen in einigen Linien drängen würden, seit Traffiq den erweiterten Sonntagsfahrplan eingeführt hat. „Wir steuern bei einigen Linien nach“, teilte Traffiq nun mit. Die Änderungen gälten von Montag bis Freitag.

Auf der U-Bahn-Linie U5 fahren die Züge zwischen 7 und 8 Uhr teilweise alle sieben bis acht Minuten. Die Straßenbahnlinie 11 fährt tagsüber im Zehn-Minuten-Takt. Die Straßenbahnlinie 16 fährt regelmäßiger. Die Buslinie 25 fährt morgens schon ab 5.30 Uhr. Weitere Änderungen betreffen die Buslinien im Frankfurter Westen.

Schon in der vergangenen Woche hatte Traffiq nachjustiert, unter anderem bei den Buslinien 51 und 37, die morgens häufiger fahren. Weitere Korrekturen am erweiterten Sonntagsfahrplan schloss Traffiq nicht aus.

Seit Beginn der Corona-Krise sind die Fahrgastzahlen in Frankfurt um etwa 80 Prozent zurückgegangen. Zugleich haben die Verkehrsunternehmen mehr Krankmeldungen und Personalausfälle etwa wegen Kinderbetreuung.

Um ihren Angestellten während der Corona-Krise zu danken, hängt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) in den kommenden Wochen Plakate aus mit der Botschaft: „Danke, dass Ihr da seid!“. Die Fahrer könnten nämlich, genau wie Ärzte, Krankenpfleger und Kassenpersonal, nicht im Homeoffice arbeiten. Ohne sie kämen viele Menschen nicht zur Arbeit. Der Hashtag zur Kampagne heißt „#frankfurtbraucht-euch“.

Außerdem hat die VGF den Schutz in Trams und U-Bahnen erhöht, damit sich Fahrerinnen und Fahrer nicht mit dem Coronavirus anstecken. Der Bereich direkt hinter der Fahrertür ist gesperrt.

Bei den älteren Straßenbahn der Serie „R“ beginnt die Absperrung hinter der ersten Tür. Bei den neueren Straßenbahnen der Serie „S“ sind die beiden Zweier-Sitzgruppen hinter der Kabine nicht verfügbar. Bei den U-Bahnen entfallen die zwei Vierer-Sitzgruppen zwischen vorderster Tür und Fahrerkabine.

Aufs Social Distancing zu achten, schärft auch die Anzeigentafel an der Hauptwache den Fahrgästen ein. „Abstand zu anderen Menschen halten! Auch wenn diese keine Symptome zeigen: Abstand zwischen Menschen ist wichtig, um weitere Infektionen zu vermeiden. Anderthalb Meter sind ausreichend“, steht da.

Zum Schutz der Fahrgäste desinfiziert die VGF die Bahnen, wenn sie nachts in den Betriebshöfen stehen. Haltestangen, Schlaufen und Türtaster werden mit „viruziden Reinigungsmitteln“ abgerieben. Fahrgäste schützen sich derweil so gut es geht mit Einweghandschuhen, mit denen man auch auf dem Handy tippen kann, mit Mundschutz oder Schal über dem Gesicht.

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