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Frankfurt: Symposium zu „Kosmopolitismus von unten“

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Von: Florian Leclerc

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Der Auftakt des Symposiums ist am 1. Oktober in der Paulskirche. Foto: Renate Hoyer
Der Auftakt des Symposiums ist am 1. Oktober in der Paulskirche. Foto: Renate Hoyer © Renate Hoyer

Intellektuelle diskutieren bei einem dreitägigen Symposium in der Paulskirche und im Offenen Haus der Kulturen in Frankfurt von 1. bis 3. Oktober über „Kosmopolitismus von unten“.

Für drei Tage kommen Intellektuelle aus Deutschland und der Welt nach Frankfurt, um über Wege aus den globalen Krisen zu diskutieren. Das Symposium „Kosmopolitismus von unten – Annäherungen an globale Demokratie“ findet von Samstag, 1. Oktober, bis Montag, 3. Oktober, statt. Der Auftakt ist in der Paulskirche, einem zentralen Ort der Demokratiegeschichte in Deutschland. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen, mit Ausnahme eines Konzerts, ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Um 18 Uhr begrüßt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) die Gäste am Samstag in der Paulskirche. Die Eröffnungsrede hält die Politikwissenschaftlerin und Philosophin Seyla Benhabib von der Yale University. Ihr Vortrag trägt den Titel „Überlegungen zur heutigen Konterrevolution gegen den Kosmopolitismus: Der Hass auf Frauen, die Natur und das Andere.“

Moderiert von Stephan Lessenich, Direktor des Instituts für Sozialforschung, sprechen Ina Kerner, Universität Koblenz-Landau, Sérgio Costa, Freie Universität Berlin, Manuela Bojadžijev, Humboldt-Universität Berlin, und Daniel Loick, University of Amsterdam, über verschiedene Aspekte der Globalisierung. Anschließend lädt die Stadt Frankfurt zu einem Empfang im Römer ein.

Im Offenen Haus der Kulturen auf dem Campus Bockenheim, dem derzeitigen Studierendenhaus, gehen die Vorträge und Diskussionen am Sonntag und Montag weiter. In mehreren Foren werden unter anderem lokale und globale kosmopolitische Projekte vorgestellt. Im Festivalzentrum des Studierendenhauses treten am Samstag um 20 Uhr Bridges und das Ensemble Modern auf, der Schriftsteller Ilija Trojanow liest dazu Texte aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen. Karten für „Der Universelle Kompass“ kosten 20 Euro.

FR ist Teil der Initiative

Organisiert wird das Symposium von „Der utopische Raum im globalen Frankfurt“, einer Initiative der Stiftung Medico International, des Instituts für Sozialforschung und der Frankfurter Rundschau. Das Land Hessen fördert die Tagung mit 25 000 Euro.

Das Symposium ist der Auftakt zu weiteren Debatten und Tagungen. Zu einer „Vorversammlung“ kommen von 14. bis 17. Mai 2023 bis zu 50 Personen aus aller Welt nach Frankfurt.

Am 18. Mai jährt sich der Einzug der Nationalversammlung in die Paulskirche zum 175. Mal. Von 1848 bis 1849 tagte dort das erste deutsche Parlament. Die Initiative Utopischer Raum, die sich zum Initiativkreis Global Assembly erweitert, plant für das Frühjahr 2024 eine große Versammlung (englisch „global assembly“) mit bis zu 150 Gästen aus aller Welt. Die Global Assembly, ein Teil des Netzwerks Paulskirche, wird von der Stadt Frankfurt unterstützt.

Programm des Symposiums und Anmeldung: stiftung-medico.de/symposium

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