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Für die Figuren aus dem „Tim & Struppi“-Comics müssen Fans schon mal etwas tiefer in die Tasche greifen.

Innenstadt

Pop-up-Store in Frankfurt: Tim und Struppi ziehen Comic-Fans an

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In der Domstraße in der Frankfurter Innenstadt öffnet ein Pop-up-Store, in dem es Fanartikel rund um die legendären Helden von „Hergé“ gibt.

Schwarze Knopfaugen blicken durch das Schaufenster. Das Plüschtier mit dem weißen Fell, das neben einer rot-weiß karierten Rakete und einem Segelschiff sitzt, dürften die meisten Älteren auf Anhieb erkennen: Es ist Struppi, der Foxterrier, aus den „Tim & Struppi“-Comics. Am Samstagmorgen hat in der Domstraße ein „Pop-up-Store“ eröffnet, also ein kurzzeitig geöffneter Laden, dessen Sortiment ausschließlich die Werke des belgischen Zeichners Georges Remi und noch einiges mehr rund um seine beiden Comicfiguren vorrätig hat.

Schon kurz vor der offiziellen Ladeneröffnung um zehn Uhr steht die Tür offen. Petra Rothmund und Thomas Renner blättern in den Büchern des 1983 verstorbenen Künstlers, der unter seinem Pseudonym „Hergé“ bekannt wurde. Eigentlich ist das Paar aus dem ostbayerischen Weiden nach Frankfurt gereist, um sich das deutsche Finale im American Football anzuschauen. „Wir sind zufällig vorbeigestolpert, aber der Shop hat uns sofort angezogen“, sagt Rothmund. „Man kennt die Comics aus der Jugend, das verfolgt einen“, sagt ihr 52-jähriger Begleiter. „Captain Haddock, Professor Bienlein, die tollpatschigen Müllers, ich habe schon lange nicht mehr in den Comics gelesen“, sagt Rothmund. Zwei Shirts für ihre Neffen, die früher die Comicbände verschlungen hätten, sowie einen Kalender kaufen sie als Mitbringsel.

Daneben werden von Bademänteln über Uhren, Wecker, Kartenspiele bis Puzzle und vom Autor signierten Siebdrucken vor allem Figuren angeboten. Die teuerste, eine Bronzestatue, kostet mehr als 15 000 Euro. Das Flugzeug aus der Serie, eine A320, die über dem Eingang hängt, ist für etwa 12 000 Euro zu haben. „Oh, das Flugzeug“, entfährt es einer Besucherin, als sie den Laden betritt. Kurze Zeit später hat sie einen Plüsch-Struppi für 39 Euro im Arm. Eigentlich verkauft Besitzer Arman Khosbonyani in dem Laden sonst Parfums, Möbel, Accessoires und Geschenkartikel. „Ich habe mit Tim lesen gelernt“, sagt der 47-Jährige. Seit zehn Jahren betreibt er sein Geschäft in der Domstraße. Das Obergeschoss hatte er schon immer für Fanartikel rund um Tim & Struppi reserviert. Gemeinsam mit dem Kölner Thomas Schützinger, der franko-belgische Comics vertreibt, und bei dem Khosbonyani sonst bestellt, hat er sich die Idee für den „Konzept-Store“ überlegt.

Fünf Wochen lang bleibt Struppi im Schaufenster sitzen. Monothematisch geht es danach weiter. Als Nächstes soll eine japanische Manga-Figur im Mittelpunkt stehen und deren Fanartikel verkauft werden.

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