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Frankfurt: Strom für Schiffe am Main

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Von: Florian Leclerc

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Auch die Primus-Linie legt am Mainufer an.
Auch die Primus-Linie legt am Mainufer an. Foto: Michael Schick © Michael Schick

Statt mit Schiffsdiesel sollen Schiffe am Main beim Anlegen mit Strom versorgt werden. Die Umsetzung der Landstromversorgung ist aber schwieriger als gedacht.

Die Installation einer Stromversorgung für Schiffe, die am Mainufer anlegen, erweist sich als schwierig. Wie der Magistrat mitteilte, sucht die Stadt seit Juni nach einem Ingenieurbüro, um den Auftrag auszuführen. Weil nur wenige Ingenieurbüros entsprechend spezialisiert seien, sei noch keins gefunden worden.

Bereits 2018 hatte die damalige Koalition auf Antrag der „Fraktion“ beschlossen, eine Landstromversorgung für Schiffe zu prüfen. Die Schiffe müssten beim Anlegen dann nicht mehr mit Schiffsdiesel betrieben werden. Die Stadtverordneten gaben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Diese empfahl verschiedene unterirdische und oberirdische Lösungen an fünf Liegeplätzen am nördlichen Mainufer.

Oberirdische Variante nicht machbar

Zwischen Holbeinsteg und Eisernem Steg legen pro Jahr etwa 380 Schiffe an. Die Managementgesellschaft für Hafen und Markt (HFM) betreibt die Liegeplätze.

Das hessische Wirtschaftsministerium sagte 2021 eine 50-prozentige Förderung zu, falls die Arbeiten bis Ende 2023 abgeschlossen wären. Der Magistrat stellte im März 2022 nach Beratung mit Ämtern und Dezernaten fest, dass eine oberirdische Variante aus verschiedenen Gründen nicht umsetzbar sei. Möglich ist demnach nur die unterirdische Variante.

Wie der Magistrat nun mitteilte, würde das hessische Wirtschaftsministerium auch die unterirdische Lösung fördern. Die Mehrkosten im Vergleich zur oberirdischen Variante müsste die Stadt tragen. Die Kämmerei habe dem Wirtschaftsdezernat zugesagt, die zusätzlichen Kosten zu tragen.

Der Magistrat bereite derzeit einen Beschluss vor. Laut den städtischen Netzdiensten Rhein-Main sind für eine Landstromversorgung Umspannanlagen nötig. Ein Elektrofachplanungsbüro führe im Auftrag der HFM momentan Analysen und Beratungsleistungen durch.

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