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Frankfurt: Strom nicht mehr abstellen

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Von: Christoph Manus

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Die Energiepreise steigen.
Die Energiepreise steigen. Die Linke im Frankfurter Römer befürchtet, dass mehr Menschen in Zahlungsverzug kommen, so dass Stromsperren drohen. Sie fordert von der Stadt ein Konzept gegen „Energiearmut“. © Federico Gambarini/dpa

Mainova und Süwag sollen Privatkunden nicht mehr Strom und Gas abdrehen. Das will die Linke im Frankfurter Römer erreichen. Die Zahl der Energiesperren sei alarmierend.

Der Frankfurter Magistrat soll sich dafür einsetzen, dass die Frankfurter Energieversorger Mainova und Süwag Privatkundinnen und -kunden auch bei Zahlungsverzug nicht Strom, Gas, Wasser oder Wärme abdrehen. Das fordert die Linke im Römer in einem Antrag an das Stadtparlament. Mainova gehört zu gut 75 Prozent den Frankfurter Stadtwerken. An Süwag halten die Stadtwerke dagegen nur knapp sechs Prozent der Anteile.

Das Vorgehen gegen Energiesperren soll als „Sofortschutzmaßnahme“ Teil eines Handlungskonzepts gegen „Energiearmut“ sein, mit dessen Erstellung die Linke den Magistrat beauftragen will. Sie fordert unter anderem, dass die Stadt für Haushalte im Leistungsbezug einen entsprechend der gestiegenen Gaspreise erhöhten Anteil der Heizkosten übernimmt. Sie wirbt zudem dafür, dass Haushalte, denen eine Energiesperre droht, sich an eine feste Ansprechperson wenden können, die ihnen kostenlos bei der Regulierung der Zahlungsrückstände hilft und ihnen weitere Beratungsangebote vermittelt.

Von Januar bis Oktober 2021 wurde 4766 Frankfurter Haushalten Strom, Gas oder Wasser abgestellt

Nach Angaben der Frankfurter Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP) wurde im Jahr 2020 insgesamt 4629 Frankfurter Haushalten die Energieversorgung gesperrt. 3240 Haushalten wurde, wie sie jüngst auf eine Frage der Linken-Fraktionschefin Dominike Pauli im Stadtparlament berichtete, der Strom abgestellt, 926 Haushalten das Gas, 463 Wasser oder Wärme. Dabei waren wegen der Coronapandemie Energiesperren für mehrere Monate ausgesetzt. Im laufenden Jahr liegen die Zahlen noch höher. Von Januar bis Oktober gab es nach Wüsts Zahlen bereits 4766 Versorgungssperren. In 3336 Fällen wurde Haushalten der Strom abgestellt, in 953 das Gas, in 477 Wasser / Wärme.

Die Linke nennt die Zahlen alarmierend. Und sie rechnet damit, dass diese im neuen Jahr noch kräftig ansteigen. Dabei verweist sie auf die „Preisexplosion“ bei der Energieversorgung, insbesondere die stark steigenden Gaspreise, die die Verbraucher:innen stark unter Druck setzten.

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