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Frankfurt: Streit unter Autofahrern eskaliert

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Von: Oliver Teutsch

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Polizei muss streitende Autofahrer trennen und kassiert beide Führerscheine

Mit einer hochgradig emotionalen Auseinandersetzung unter Autofahrern hat sich das Polizeirevier in Höchst befassen müssen. Nach den bisherigen Ermittlungen nahm das Unheil seinen Lauf, als ein 27-Jähriger am Donnerstag in seinem Smart in der Straße Neu-Zeilsheim einen Audi überholen wollte, weil ihm dieser zu langsam fuhr. Da der Audi-Fahrer nun aber Gas gab, musste sich der 27-Jähriger wieder dahinter einsortieren, was ihn offenbar so erboste, dass er dicht auffuhr, die Lichthupe betätigte und eine Packung Kaugummi durch das Fenster auf den Audi warf.

Dies erzürnte nun wiederum den 29-Jährigen im Audi. Als der Smart-Fahrer anhielt, um seine Lebensgefährtin vor ihrer Wohnung aussteigen zu lassen, soll der 29-Jährige auf die Frau zugefahren und den Smart eingeparkt haben. Daraufhin sollen beide Fahrer ausgestiegen sein, sich voreinander aufgebaut und wie es im Polizeibericht heißt, „lautstark ihrer gegenseitigen Abneigung versichert haben“. Die Lebensgefährtin zog sich in den Smart zurück und filmte mit ihrem Handy das Streitgespräch.

Dies veranlasste den 29-Jährigen, die Beifahrertür zu öffnen und die Löschung des Videos zu verlangen. Der 27-Jährige stieg in der Zwischenzeit in seinen Wagen, setzte bei noch geöffneter Beifahrertür zurück und traf mit der Tür das Bein und den Audi seines Kontrahenten. Dem 27-Jährigen gelang es dann, auszuparken und zu flüchten. Der 29-Jährige setzte nach, es kam zu einer Verfolgungsfahrt, in deren Verlauf sich der Smart-Fahrer absetzen konnte und somit auch als Erster auf dem Polizeirevier eintraf, um Anzeige zu erstatten. Dabei hatte er sogar noch, wie sich später herausstellte, die Zeit gefunden, den Notruf zu wählen und die aufnehmende Beamtin wüst zu beschimpfen.

Wiedersehen auf der Wache

Als der 29-Jährige auf der Wache eintraf, um Anzeige wegen Unfallflucht zu erstatten, schickten ihn die ahnungslosen Beamten zunächst in den Vorraum, wo bereits der 27-Jährige mit seiner Freundin wartete. Darauf begannen beide erneut, „sich unverzüglich und lautstark zu streiten“, so die Polizei, die dann beide Parteien getrennt voneinander befragte und salomonisch entschied: „In Anbetracht der im Raum stehenden Straftaten Verkehrsunfallflucht, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung wurden die Führerscheine der beiden Männer beschlagnahmt und das Führen eines Kraftfahrzeugs bis auf weiteres untersagt.“

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