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Die ehemaligen biologischen Institute an der Siesmayer Straße verfallen seit Jahren. Monika Müller
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Die ehemaligen biologischen Institute an der Siesmayer Straße verfallen seit Jahren. Monika Müller

Bebauung

Frankfurt: Streit um früheren Bio-Campus

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Die Gebäude an der Siesmayerstraße stehen seit Jahren leer - doch die Stadt Frankfurt und das Land Hessen finden keine Einigung für das Areal. Der Asta fordert dort Wohnheimplätze.

Das Gelände des früheren Botanischen Instituts, der sogenannte Bio-Campus an der Siesmayerstraße zwischen Palmengarten, Grüneburgpark und Botanischem Garten, verrottet. 2013 sind die letzten Studierenden dort weggezogen, seitdem stehen die Gebäude leer. Das Problem: Der Bio-Campus mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden gehört dem Land Hessen, das Areal drum herum mit städtischem Verkehrskindergarten, Parkplatz und Kita der Stadt Frankfurt. Weil sich Land und Stadt nicht einig werden, passiert seit Jahren nichts – dabei war man schon mal einen Schritt weiter.

2016 hatten sich Hessen und Frankfurt auf eine gemeinsame Nutzung geeinigt, es sollten 130 Wohnungen, 90 Studierenden-Apartments, eine Grundschule und eine Turnhalle entstehen. Doch als Mike Josef (SPD) wenig später Planungsdezernent wurde, machte die Stadt einen Rückzieher, denn Josef wollte am Rande des Parks keine Wohnungen bauen.

An der ursprünglichen Vereinbarung hält die Stadt also bereits seit 2019 nicht mehr fest. Seitdem ist das Baudezernat federführend in den Gesprächen mit dem Land. Dieses hat dem Land angeboten, das Areal des Bio-Campus zu kaufen, um dort, unter Einbeziehung der denkmalgeschützten Gebäude, eine Schule zu bauen. Auf dem Areal der ehemaligen chemischen Institute, die der Stadt bereits gehören, sollen Studentenwohnungen gebaut werden.

Doch: „Das Land hat kein Interesse, an die Stadt zu verkaufen“, sagt Günter Murr, Sprecher des Baudezernats. „Das hessische Ministerium der Finanzen hat mitgeteilt, dass eine andere Nutzungsmöglichkeit geprüft werde.“ Welche das sei, wisse er nicht. Weitere Gespräche würden derzeit nicht geführt.

Dass die Stadt nicht mehr an der ursprünglichen Vereinbarung festhält, habe „das Verhältnis zum Land nicht vereinfacht“, so Murr weiter. Denn die darin vorgesehene Nutzung wäre für das Land die günstigere Alternative gewesen, da es die Option gab, Grundstücke gemeinsam zu vermarkten. Das Land selbst will sich zu der Sache nicht äußern.

Den städtischen Teil zu bebauen, ohne dass es eine Einigung mit dem Land gibt, ist für die Stadt keine Option. „Die Grundstücke gehören zusammen“, sagt Murr. Man würde Gefahr laufen, Optionen für den anderen Teil des Areals zu verbauen. Und auch Marcus Gwechenberger vom Planungsdezernat sagt: „Es ist sinnvoll, das im Gesamtpaket zu bearbeiten, weil ja auch ein Bebauungsplan erstellt werden müsste.“

Währenddessen fordert der Asta der Goethe Universität „die schnellstmögliche Realisierung von 500 Wohnheimplätzen“ auf dem Areal. Es sei „absolut nicht nachvollziehbar“, dass Stadt und Land über die Nutzung keine Einigung erzielen könnten. „Die Wohnungsnot unter Frankfurts Studierenden macht es unbedingt erforderlich, dieses Projekt endlich anzuschieben.“

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