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Aktivist:innen wollen Bäume und Gärten im Günthersburgpark schützen.
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Aktivist:innen wollen Bäume und Gärten im Günthersburgpark schützen.

Kleingärtner oder Wohnungen

Frankfurt Günthersburghöfe: Kleingärtner oder Wohnungen?

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Grünen im Römer wollen einen neuen Bebauungsplan für die Günthersburghöfe, was weniger Wohnungen zur Folge hätte.

In der Koalition tobt ein Streit um den Bau der Günthersburghöfe im Frankfurter Nordend, der offen zwischen SPD und Grünen ausgetragen wird. Die SPD im Römer wirft den Grünen vor, sie wollten den Bau von 1500 Wohnungen verhindern. Es sei „schlimm“, dass die Grünen „aus Angst vor Stimmenverlusten bei der Kommunalwahl den Bau von 1500 dringend benötigten Wohnungen stoppen“ wollten, sagte Holger Tschierschke, der zweite Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Römer.

Auch gefährdeten die Grünen die Einhausung der Autobahn 661. Falls die Günthersburghöfe nicht gebaut würden, werde es „schwierig mit einer Zustimmung der Stadtverordneten für die anteiligen städtischen Kosten des Deckels“, sagte Tschierschke. „Verantwortung zu übernehmen, scheint hier nicht die Stärke der Grünen zu sein.“

Frankfurt Günthersburghöfe: SPD und Grüne uneinig

Die Grünen entgegneten, die Behauptungen der SPD träfen nicht zu. Sie forderten „aus ökologischen Gründen“ eine Reduzierung der Bebauung auf die bereits versiegelten Flächen, sagte Bernhard Maier, planungspolitischer Sprecher der Grünen im Römer. Das gefährde weder das grüne Band zwischen Huthpark und Günthersburgpark noch den Bau der Einhausung. „Wir müssen in der Stadtplanung den notwendigen Prozess beschleunigen, gefördertes Wohnen und Klimaschutz noch mehr miteinander zu verzahnen“, begründete Bernhard Maier die Ablehnung einer Variante für die Günthersburghöfe. Es sei aber möglich, einen neuen Bebauungsplan aufzustellen.

Bei den Günthersburghöfen sollen rund 1500 Wohnungen entstehen sowie öffentliche Grünräume zwischen Wasserpark, Bornheimer Friedhof, Hauptfriedhof und Günthersburgpark. Von 16 Hektar Fläche sollen für die Günthersburghöfe zehn Hektar bebaut werden, der Rest soll unversiegelt bleiben. Genau 5,8 Hektar Flächen sind nach Angaben des Planungsdezernats bereits versiegelt.

Frankfurt Günthersburghöfe: Grünen-Vorschlag kostet 700 Wohnungen

Der Vorschlag der Grünen, nur auf den bereits versiegelten Flächen zu bauen, hätte zur Folge, dass weniger Wohnungen entstünden, schätzungsweise 800 statt 1500 Wohnungen, sagte der Sprecher des Planungsdezernats. Auf die Einhausung hätte eine Reduzierung des Wohnraums keinen Einfluss. Der Wille des Planungsdezernats sei es jedoch, den „dringend benötigten Wohnraum“ zu bauen, wovon rund 500 Wohnungen gefördert und knapp 250 Wohnungen für genossenschaftliche und gemeinschaftliche Baugruppen vorgesehen seien. Der Sprecher befürchtete auch, ein neuer Bebauungsplan hätte zur Folge, das Investoren abspringen könnten.

Eine Entscheidung über die Günthersburghöfe wird nach der Kommunalwahl erwartet.

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