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Auf Feldern zwischen Oberursel, Steinbach und Frankfurt könnten einmal neue große Wohngebiete entstehen. Doch der Widerstand ist groß.
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Auf Feldern zwischen Oberursel, Steinbach und Frankfurt könnten einmal neue große Wohngebiete entstehen. Doch der Widerstand ist groß.

Stadtentwicklung

Frankfurt: Streit über neue Areale im Nordwesten

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Im Planungsausschuss äußert die Opposition starke Vorbehalte gegen einen Bau großer neue Quartiere im Nordwesten Frankfurts. Schon am Bedarf gibt es Zweifel.

Die großen Quartiere, die im Nordwesten Frankfurts entstehen und Platz für 8600 Wohnungen bieten könnten, stoßen bei weiten Teilen der Opposition im Römer auf Ablehnung. Das ist in der letzten Sitzung des Planungsausschusses in dieser Wahlperiode anlässlich eines Berichts über die Arbeit des die Stadt bei diesem Vorhaben beratenden Consiliums erneut sehr deutlich geworden.

Sie sehe das Vorhaben zunehmend kritisch, sagte etwa Elke Tafel-Stein (FDP). Solange die Innenentwicklung Frankfurts vernachlässigt werde, dürfe die Stadt gar nicht an die Außenentwicklung denken. Für die Linke wiesen Eyup Yilmaz und Michael Müller auf die zahlreichen Probleme hin, die bei einer Bebauung des Gebiets zu lösen wären – etwa den Lärmschutz entlang der A 5, die das Areal durchschneidet. Sie machten klar, dass sie eine Entwicklung der Flächen nur mittragen, wenn in allererster Linie günstige Wohnungen entstehen.

Grundsätzlich gegen die Bebauung äußerte sich Mathias Mund (BFF), der vor der Vernichtung bester Böden warnte und den prognostizierten Bedarf an Wohnraum angesichts der Corona-Krise in Frage stellte. „Wir wollen die Bebauung im Nordwesten nicht“, sagte Manfred Zieran von Ökolinx. Die Pläne folgten einer „alten Wachtumslogik“, die „völlig daneben“ sei. Schließlich gebe es eine Klimakrise, ja eine Klimakatastrophe.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) warnte dagegen davor, „die Schotten dicht“ zu machen, keine Wohnungen mehr bauen zu wollen – und so letztlich Zuzug zu verhindern. Es sei falsch, aber auch gar nicht möglich, den Ist-Zustand konservieren zu wollen, sagte er.

In Frankfurt werde es Innen- und Außenentwicklung geben müssen, um den Bedarf an Wohnraum zu decken, sagte Silke Weidner, die stellvertretende Vorsitzende des Consiliums. Daran ändere auch der Trend zu Homeoffice nichts. Die Professorin für Stadtmanagement ging davon aus, dass sehr viele Menschen, etwa wegen der kurzen Wege zu Kultureinrichtungen, Lokalen und Läden, weiterhin gerne in Frankfurt leben wollen.

Weidner riet der Stadt, schon jetzt den angrenzenden Stadtteilen zu zeigen, was auch sie von den neuen Quartieren haben. An die Region, die die Pläne skeptisch bis ablehnend verfolgt, appelliert das Consilium, Frankfurt „Beinfreiheit“ zu gewähren und gemeinsam zu klären, wie eine Bebauung an der Steinbacher Stadtgrenze aussehen könnte.

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