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Frankfurt: Streit über Flächen für die Produktion

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Von: Christoph Manus

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Auf Äckern im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach könnte ein neues Gewerbegebiet entstehen. Doch es gibt viel Widerstand.
Auf Äckern im Frankfurter Stadtteil Nieder-Eschbach könnte ein neues Gewerbegebiet entstehen. Doch es gibt viel Widerstand. © peter-juelich.com

IHK und FDP warnen vor einer restriktiven Industriepolitik in Frankfurt. Sie halten weitere Entwicklungsmöglichkeiten für dringend erforderlich.

Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt (IHK) begrüßt, dass die Frankfurter Stadtverordneten am Donnerstag die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal an der Gwinnerstraße in Seckbach beschlossen haben. Denn damit werde der gewerbliche und industrielle Bestand im Gebiet baurechtlich gesichert. Den ansässigen Unternehmen werde der Bebauungsplan Entwicklungspotenziale bieten. Die IHK sieht zudem die Möglichkeit für Neuansiedlungen. Kritisch sieht die IHK allerdings die planerische Steuerung der Ansiedlung von Rechenzentren. Insbesondere die Kreativbranche, die Finanzwirtschaft und die Industrie seien schließlich auf einen Ausbau der digitalen Infrastruktur angewiesen, heißt es.

Die Stadtverordneten stimmten der Aufstellung des Bebauungsplans für die Gwinnerstraße mit der Maßgabe zu, dass die Ausweisung von Zonen für die industrielle Nutzung möglichst weit auf die Bereiche fokussiert wird, in denen bereits Industriebetriebe ansässig sind und in denen sie eine Möglichkeit zur Erweiterung hätten. Mit dieser Ergänzung des Magistratsvorschlags reagierte die Koalition von Grünen, SPD, FDP und Volt auf Kritik aus dem Ortsbeirat für Seckbach, Fechenheim und Riederwald.

Die FDP im Römer forderte am Freitag ein entschlosseneres Handeln der Stadt für den Erhalt von Standorten für die industrielle Produktion und die Ausweisung neuer Gewerbeflächen. Die Politik dürfe nicht jedem Widerstand nachgeben, warnte der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Nathaniel Ritter. Nicht jedem scheine klar zu sein, dass der Gewerbeflächenmangel zu ernsthaften Problemen für die Wirtschaft und die städtischen Steuereinnahmen führen könne. Als Beispiel nannte Ritter die Frankfurter Unternehmen Samson und Biospring, die jeweils in Offenbach statt im Stadtgebiet investieren. cm

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