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Frankfurt stiftet Paulskirchenpreis für Demokratie

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Von: Florian Leclerc

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Ein Demokratiepreis soll die Paulskirche im Namen tragen.
Ein Demokratiepreis soll die Paulskirche im Namen tragen. Foto: Peter Jülich © Oeser

Die Stadt will den mit 50 000 Euro dotierten Paulskirchenpreis für Demokratie 2023 erstmals verleihen. Der Bundespräsident soll Schirmherr werden. 

Die Stadt Frankfurt will von 2023 an einen Paulskirchenpreis für Demokratie stiften. Das Preisgeld soll bei 50 000 Euro liegen. Eine Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wird angestrebt. Erstmals verliehen werden soll der Preis am 21. Mai anlässlich der 175-Jahr-Feier der deutschen Nationalversammlung.

Wie der Magistrat beschlossen hat, soll der Preis an Menschen oder Organisationen und Institutionen verliehen werden, die sich für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat eingesetzt haben. Die Stadtverordneten müssen noch zustimmen.

Vorschläge aus aller Welt

In der Begründung heißt es: „In den Jahren 2023/2024 jähren sich die Ereignisse der deutschen Revolution von 1848/1849 zum 175. Mal. Das Datum steht symbolisch für den Beginn der parlamentarischen Demokratie in Deutschland und die Revolutionen in ganz Europa. Nach dem Ende des Nationalsozialismus wurde die Paulskirche in Frankfurt wiederaufgebaut, um an die demokratische Tradition von 1848 anzuknüpfen. Heute ist die Paulskirche ein Ort der demokratischen Debatte und der Feierlichkeit. Die Stadt Frankfurt am Main möchte zur Erinnerung an diese Ereignisse und an diejenigen, die sich für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat eingesetzt haben, einen Preis für Demokratie stiften.“

Bürgerinnen und Bürger aus aller Welt sollen Vorschläge für Preisträger:innen machen können. Das Kuratorium, das den Preis verleiht, soll aus bis zu 19 Mitgliedern bestehen, darunter der oder die Oberbürgermeister:in, die Dezernentin für Diversität, die Kulturdezernentin, die Dezernentin für Teilhabe und EU-Angelegenheiten sowie die Stadtverordnetenvorsteherin.

Außerdem drei Stadtverordnete, vier Vertreter:innen der Frankfurter Stadtgesellschaft und bis zu sieben Mitglieder des öffentlichen Lebens der Bundesrepublik. Gewählt wird das Kuratorium jeweils für die Dauer einer Wahlperiode der Stadtverordnetenversammlung. Finanziert wird der Preis aus den Mitteln des Dezernats 1, geleitet von dem oder der Oberbürgermeister:in.

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