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Für bessere Luftqualität: „Fridays for Future“ bei einer Aktion auf der Friedberger Landstraße.
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Für bessere Luftqualität: „Fridays for Future“ bei einer Aktion auf der Friedberger Landstraße.

Frankfurt

Frankfurt: Stickstoffbelastungerstmals unter Grenzwert

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Die Lockdowns sorgen für bessere Luft in der Stadt. Die Auswertung der Messdaten zeigt nun wie stark die Belastung mit Stickoxiden auf den Frankfurter Straßen zurückgeht.

In Frankfurt konnte im vergangenen Jahr erstmals an allen Messpunkten der Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2) eingehalten werden. 2019 waren an den Hotspot-Messstellen noch deutliche Überschreitungen des Grenzwerts von Stickstoffdioxid registriert worden, wie die Stadt mitteilt.

Die Messwerte des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie sind zwar noch vorläufig, doch die Daten decken sich mit entsprechenden Vorhersagen. Denn der Rückgang im Jahr 2020 ist im Wesentlichen auf das reduzierte Verkehrsgeschehen während der beiden coronabedingten Lockdowns zurückzuführen. Die Menschen arbeiten oftmals von zu Hause aus. Zudem gab und gibt es keine Veranstaltungen, zu denen man mit dem Auto fahren konnte. Auch Restaurantbesuche fallen aus. Die Stadt führt in ihrer Mitteilung allerdings auch Maßnahmen des Luftreinhalteplans und die allgemeine Flottenverjüngung von Fahrzeugen als weitere Gründe an.

Der Grenzwert für NO2 liegt im Jahresmittel aktuell bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³). Der NO2-Passivsammler in der Battonnstraße (Haltestelle Börneplatz) erfasste 2020 im Mittel 39,4 µg/m³ (2019: 51 µg/m³). An den beiden Messstationen im Riederwald lagen die Werte im Mittel bei 35,2 µg/m³ und 39,7 µg/m³. Ein Jahr zuvor waren es noch 43,9 µg/m³ sowie 49,7 µg/m³. Auch an der bekannten Luftmessstation in der Friedberger Landstraße wurde der Grenzwert nicht erreicht. 33,9 µg/m³ hieß es dort im Vergleich zu 41,7 µg/m³ im Jahr 2019.

Bei den beiden Messstellen in der Pforzheimer Straße und am Mainkai war der Rückgang an NO2 sogar noch signifikanter. Die Stadt erläutert, dass die Immissionsbelastung in der Pforzheimer Straße wesentlich durch das ansässige Fernbusterminal bestimmt werde. Da auch der Fernreiseverkehr in der Pandemie eingebrochen ist, sank der Wert dort von 44 µg/m³ auf 30,5 µg/m³ (minus 31 Prozent).

An der Messstelle am Main kam zu den Auswirkungen der Pandemie (eingeschränkte Personenschifffahrt) von Januar bis August noch die Sperrung des Mainkais hinzu. Dort sank der Wert um 42 Prozent von 41,5 µg/m³ auf 24,2 µg/m³.

Sollte sich die Stickoxidbelastung wieder erhöhen, sieht der Ende Dezember in Kraft getretene verschärfte Luftreinhalteplan für Frankfurt zusätzlich zum umfangreichen Maßnahmenpaket der Stadt auch die Einführung von Fahrverboten frühestens ab der Jahresmitte vor.

Zunächst sollen Maßnahmen wie etwa die Anschaffung von E-Bussen, Teilnachrüstung der Busflotte, Tempo 40 innerhalb des Anlagenrings und kostenfreie Jobtickets Wirkung zeigen.

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