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Frankfurt: Station am Neuen Jüdischen Friedhof soll wieder in Betrieb gehen

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Von: Florian Leclerc

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Am Neuen Jüdischen Friedhof in der Eckenheimer Landstraße halten seit 2016 keine Züge mehr. Peter Jülich
Am Neuen Jüdischen Friedhof in der Eckenheimer Landstraße halten seit 2016 keine Züge mehr. Peter Jülich © Peter Jülich

Das Verkehrsdezernat in Frankfurt kündigt die erneute Inbetriebnahme der Haltestelle Neuer Jüdischer Friedhof an. Es ist allerdings nicht die erste Ankündigung.

In Frankfurt soll die Haltestelle Neuer Jüdischer Friedhof in drei Jahren wieder in Betrieb genommen werden. Wie Wolfgang Siefert, der persönliche Referent von Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) ankündigte, sollen die U-Bahnen von 2025 an wieder dort halten.

D ie Station war 2016 im Zuge des barrierefreien Umbaus der Haltestellen entlang der U-Bahn-Linie 5 außer Betrieb genommen worden. Der Neubau der Station wurde mehrmals angekündigt, aber nie umgesetzt.

Auch jetzt liegen dem Regierungspräsidium Darmstadt keine Planfeststellungsunterlagen vor. Frühere Pläne der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) sahen einen Mittelbahnsteig oder zwei Seitenbahnsteige vor, die etwa 78 Meter lang sind und sich für U-Bahnen mit drei Wagen eignen. Die Kosten wurden mit sechs bis sieben Millionen Euro beziffert.

CDU sieht Bedarf für Neubau der Station

W ie Wolfgang Siefert ausführte, wurden diese Pläne aber wieder geändert. „Es gab Bedenken der Rettungsdienste, daher musste umgeplant werden“, sagte er. Derzeit befinde sich die Planung in der Endabstimmung innerhalb der städtischen Koordinierungsgruppe Verkehr (KGV). In der KGV äußern sich die Frankfurter Ämter, stadteigene Betriebe wie die VGF und die Feuerwehr zu den Infrastrukturprojekten, um mögliche Konflikte zu vermeiden.

„ Den Bürgerinnen und Bürgern wurde der Neubau der Station versprochen. Ich kann nicht nachvollziehen, warum sich die Umsetzung so lange verzögert“, sagte Frank Nagel, der verkehrspolitische Sprecher der CDU im Römer. In dem Gebiet westlich des Neuen Jüdischen Friedhofs wohnten zahlreiche Menschen, die den öffentlichen Nahverkehr nutzten, führte er aus.

Hinzu kämen die Schülerinnen und Schüler der privaten Rackow-Schule und der Heinrich-Kleyer-Schule. Außerdem gebe es Bedarf für die Besucherinnen und Besucher des Neuen Jüdischen Friedhofs mit seinen rund 8000 Gräbern.

A us der Frankfurter Bürgerschaft hatte sich Renata Berlin mit einer Petition an die Stadt Frankfurt gewandt, um die Station wieder in Betrieb zu nehmen. Sie argumentierte unter anderem damit, die Menschen, die auf den Friedhof wollten, seien oft älter und nicht mehr so gut zu Fuß. Die Haltestellen Hauptfriedhof und Marbachweg/Sozialzentrum seien jeweils etwa 400 Meter entfernt. Von der Jüdischen Gemeinde Frankfurt gab es auf Nachfrage noch kein Statement zur Wiederinbetriebnahme der Station.

W ann die Pläne für den Umbau der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen, konnte Siefert nicht sagen. Nur so viel: Die Entscheidung der Koordinierungsgruppe werde nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Von 2023 an wird Siefert als Verkehrsdezernent für das Projekt verantwortlich sein.

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