Start-Up-Szene

Frankfurt: Starthilfe für Start-Ups soll gesichert werden

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Das „Social Impact Lab“ sucht neue Unterstützung für sein Gründerstipendium. Damit werden innovative Unternehmensideen gefördert.

Mit ihrem Programm „Andersgründer“ fördert das „Social Impact Lab“ Frankfurt regelmäßig Stipendien für Menschen, die nachhaltige, soziale Projekte und Start-Up-Unternehmen gründen wollen. Etwa 120 Projekte wurden mit dem Stipendium schon auf den Weg gebracht, darunter zum Beispiel auch der Unverpackt-Laden „Grammgenau“ in Bockenheim. Finanziert wurde das Programm seit Beginn 2014 von der KfW-Stiftung und seit einigen Jahren auch von der Beisheim-Stiftung.

Die Kooperation mit den Stiftungen läuft allerdings nun aus, derzeit werden schon keine neuen Projekte in das Programm mehr aufgenommen. Das geht laut Michael Wunsch, Leitungsmitglied des Social Impact Labs, einher mit der Natur der Kooperation. Die Förderung sei vor allem als Innovationsmotor gedacht, nun da das Programm etabliert sei, sollten neue Finanzierungswege her.

Dementsprechend versuche das Social Impact Lab nun mit allen Mitteln, die Förderung des Programms neu aufzustellen. „Wenn das ,Andersgründer-Programm‘ ersatzlos wegfällt, verlieren wir damit einen großen Baustein des Social-Entrepreneurship-Ökosystems im Rhein-Main-Gebiet,“ so Wunsch. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft. Man habe diese Gelegenheit auch für einen kritischen Rückblick genutzt, um das Programm zu verbessern.

Inzwischen sei das Lab auch schon im Gespräch mit einigen potenziellen Kooperationspartnern, an die Öffentlichkeit gehen wolle man damit aber noch nicht.

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Festzustellen ist, dass Social Entrepreneurship in dieser Form seit einiger Zeit an Relevanz gewinnt. Neben steigenden Anfragen, die das Social Impact Lab verzeichnen kann, interessiert sich auch die Politik vermehrt für nachhaltige und sozial verträgliche Formen der Unternehmensgründung. Während die Impulse früher stets aus der Start-up-Community gekommen seien, gebe es nun auch Annäherungsversuche aus verschiedenen Landesministerien und großen Unternehmen.

Dieses Interesse sowie einen erklärten Förderwillen hat die Landesregierung auch schon im Koalitionsvertrag verankert. Daher setze das Social Impact Lab in Zukunft auch verstärkt auf Kooperationen mit Partnern aus Politik und klassischem Unternehmertum. „Weder Staat noch Unternehmen noch die Zivilgesellschaft können es allein“, bekräftigt Wunsch.

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