1. Startseite
  2. Frankfurt

Frankfurt: Start-ups optimistischer als vor Corona

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Frankfurt hat eine riesige Wirtschaftskraft. Die Start-up-Szene ist mit dem Standort trotzdem nicht richtig zufrieden.
Frankfurt hat eine riesige Wirtschaftskraft. Die Start-up-Szene ist mit dem Standort trotzdem nicht richtig zufrieden. © Peter Jülich

Junge Unternehmen in Frankfurt und Region sehen ihre Zukunft trotz der Krise positiver als zuletzt. Mit dem Standort sind sie aber nicht besonders zufrieden.

Die Stimmung unter den Start-ups in Frankfurt und Region hat sich trotz der Pandemie verbessert. Nach einer Studie, die der Bundesverband Deutsche Start-ups und das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC mit der Uni Duisburg-Essen erstellt haben, sind die befragten Jungunternehmer:innen deutlich optimistischer als vor einem Jahr. Das ermittelte Geschäftsklima liegt aber auch klar über dem des Jahres 2019, also der Zeit vor der Corona-Krise.

Der auch im Bundesvergleich ausgeprägte Optimismus unter den Start-ups im Rhein-Main-Gebiet hängt nach Beobachtung von PwC zum einen mit den hiesigen Branchenschwerpunkten zusammen. „So haben beispielsweise die in der Region stark vertreteten Start-ups aus dem Finanz- und Versicherungssektor vom Digitalisierungsschub infolge der Krise profitiert“, sagt Michael Burkhart, Leiter des Frankfurter Standorts von PwC.

Start-ups im Rhein-Main-Gebiet haben inzwischen weniger Probleme, Kapital zu erhalten

Dasselbe gelte für junge Unternehmen aus der Informations- und Telekommunikationsindustrie. In Darmstadt zähle mehr als die Hälfte der Start-ups zu dieser Branche, in Frankfurt sei fast jedes vierte junge Unternehmen ein Fintech.

Die 136 befragten Start-ups aus dem Rhein-Main-Gebiet berichten zudem über eine leichtere Kapitalbeschaffung. Noch 2020 habe fast die Hälfte der Unternehmen diese als größtes Problem bezeichnet. Nun seien es nur noch 33 Prozent.

Start-ups in Frankfurt und Region leiden auch unter den hohen Wohnungsmieten

Mit den Bedingungen an ihrem Standort sind dennoch viele der befragten Unternehmer:innen nicht besonders zufrieden. Nur gut jedes zweite Start-up bewertet das hiesige „Ökosystem“ positiv. Das sind deutlich weniger als im Bundesschnitt, wo sich zwei Drittel mit den Bedingungen zufrieden zeigen. Eine Ausnahme bildet Darmstadt: Hier bewerten 68 Prozent den Standort als gut.

Schwierig finden die Start-ups in Frankfurt und Region insbesondere die Personalgewinnung. Fast jedes dritte für die Studie befragte junge Unternehmen berichtet über Probleme, Stellen zu besetzen. Und nur 33 Prozent gehen davon aus, dass die Region eine Anziehungskraft für Talente hat. Bei PwC erklärt man sich diese Schwierigkeiten nicht zuletzt mit den hohen Mieten und dem knappen Wohnungsangebot im Rhein-Main-Gebiet.

Auch interessant

Kommentare