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Vonovia gehören in Frankfurt große Wohnungsbestände, wie hier in Westhausen. Unter den Mieterinnen und Mietern sorgen hohe Mieterhöhungen für Verunsicherung.
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Vonovia gehören in Frankfurt große Wohnungsbestände, wie hier in Westhausen. Unter den Mieterinnen und Mietern sorgen hohe Mieterhöhungen für Verunsicherung.

Wohnungsmarkt

Frankfurt: Starke Zweifel an Mietenbremse bei Vonovia

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Das Wohnungsunternehmen Vonovia nutzt in Frankfurt seinen Spielraum für Mieterhöhungen offenbar in vielen Fällen weiter aus. Dabei hatte es einen Mietendeckel versprochen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sprach von einem „echten Meilenstein“, als das Wohnungsunternehmen Vonovia im März kurz vor der Kommunalwahl ankündigte, die Wohnungsmieten in Frankfurt drei Jahre lang im Schnitt um höchstens ein Prozent jährlich zu erhöhen. Diese Selbstverpflichtung werde die Preisentwicklung auf dem überhitzten Wohnungsmarkt dämpfen, sagte er.

Doch inzwischen mehren sich Hinweise, dass der Dax-Konzern es mit der Selbstverpflichtung nicht so genau nehmen könnte. Der DMB-Mieterschutzverein Frankfurt berichtet von zahlreichen Fällen, in denen das Unternehmen Mieterhöhungen anstrebt, die weit über der Marke von einem Prozent liegen. Teilweise seien die Mieterinnen und Mieter mit Erhöhungen von 15 Prozent konfrontiert, sagt Geschäftsführer Rolf Janßen im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Damit nutze Vonovia den durch die Kappungsgrenze beschränkten Spielraum voll aus.

Vonovia hatte einzelne höhere Mieterhöhungen in Frankfurt nicht ausgeschlossen

Vonovia-Vorstand Arnd Fittkau hatte zwar schon im März einzelne höhere Mieterhöhungen in Frankfurt nicht ausgeschlossen. Auch diese würden dann aber eher gering über dem vereinbarten Durchschnittswert liegen, hieß es damals auf Fragen.

Die Mieterinnen und Mieter von Vonovia seien nun sehr verunsichert, berichtet Janßen. Zumal selbst der Mieterverein keine Möglichkeit habe, zu überprüfen, ob sich Vonovia bei den Mieterhöhungsverlangen an die Selbstverpflichtung halte oder nicht. Das Unternehmen weigere sich beharrlich, die Berechnungen zu den Mieterhöhungen offenzulegen und erläutere lediglich, dass die Ein-Prozent-Regelung nicht für einzelne Mietverhältnisse, sondern die Gesamtheit der Wohnungen in Frankfurt gelte. Doch so sei die Selbstverpflichtung für die Mieterinnen und Mieter ohne jeglichen Wert, ein „Papiertiger“, kritisiert Janßen.

Vonovia nennt keine Zahlen zu Mieterhöhungen in Frankfurt

Auch auf Anfrage der Frankfurter Rundschau nennt Vonovia keine Zahlen zu Mieterhöhungen in Frankfurt. „Selbstverständlich halten wir uns an die Selbstverpflichtung“, teilt eine Unternehmenssprecherin lediglich mit. Das werde regelmäßig von der Stabstelle Mieterschutz der Stadt Frankfurt überprüft.

Auch der Stadt fehlen aber offenbar die dafür nötigen Unterlagen. „Es ist uns bisher nicht möglich nachzuvollziehen, ob die Selbstverpflichtung eingehalten wird“, sagt Mark Gellert, Sprecher von Planungs- und Wohnungsdezernent Mike Josef (SPD), auf Anfrage. Auch die Stadt erreichten über Mietervereine zu viele Beschwerden, dass Vonovia trotz der Selbstverpflichtung höhere Mieterhöhungen vornehmen, berichtet er. Und macht klar: „Mieterhöhungen, die deutlich über dem vereinbarten Durchschnittswert liegen, sind nicht in unserem Interesse.“ Die Stadt werde in weiteren Gesprächen darauf pochen, dass das Unternehmen die Verpflichtung einhält.

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