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Christiane Loizides. Foto: CDU Frankfurt
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Christiane Loizides.

Römer

Frankfurt: Stadtverordnete sollen respektvoll miteinander umgehen

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Christiane Loizides, eine frühere Richterin, wurde bei der ersten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt zur Alterspräsidentin bestimmt. Sie forderte mehr Tempo bei Entscheidungen.

Sie wolle nicht ihres Alters wegen ausgezeichnet werden, sagte Christiane Loizides (CDU), die neue Alterspräsidentin der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. Aber das bringt diese Funktion nun einmal mit sich.

Mit ihren 72 Jahren wurde Christiane Loizides zur Alterspräsidentin der Stadtverordnetenversammlung bestimmt. Einfach, weil sie die Älteste im Stadtparlament ist. Mit dieser Funktion geht eine Aufgabe einher: Loizides durfte den ersten Teil der konstituierenden Sitzung leiten. So lange, bis Hilime Arslaner (Grüne) zur Stadtverordnetenvorsteherin gewählt worden war.

Den ersten Teil der Sitzung, etwa eine Stunde lang, leitete Loizides souverän. Das ist die frühere Richterin gewöhnt. Ihre Karriere führte sie in den 1980er Jahren ans Verwaltungsgericht Frankfurt, später an den hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel und ins hessische Umweltministerium. Als sie 2014 in den Ruhestand ging, war sie zuletzt sechs Jahre lang Vizepräsidentin des Verwaltungsgerichts Gießen gewesen.

Karriere am Verwaltungsgericht

Für die Frankfurter CDU engagierte sich Loizides 15 Jahre lang im Ortsbeirat 9 und als Stadtverordnete. Ins Stadtparlament wurde sie wiedergewählt. Sie bleibt wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. In ihrer Eröffnungsrede hob sie die dringenden Aufgaben hervor, denen sich die Stadtverordneten widmen müssten.

Das seien der bezahlbare Wohnraum, die Veränderungen in der Mobilität, der Klimaschutz, eine starke Wirtschaft, genug Arbeits- und Ausbildungsplätze, ein solider Haushalt. Den Kulturschaffenden müsse mehr Wertschätzung entgegengebracht werden, sagte sie. Über den Standort und die Inhalte der Städtischen Bühnen, die neu gebaut werden sollen, müsse dringend entschieden werden.

Überhaupt rief sie die Stadtverordneten zu mehr Tempo auf „Die Entscheidungsfindung braucht momentan noch zu viel Zeit“, sagte sie. Bei der Entscheidungsfindung sei es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger einzubinden. Bis die Entscheidung getroffen sei. Dabei sei klar: Bei den auseinandergehenden Interessen in der Stadtgesellschaft sei es nicht möglich, „es allen recht zu machen“. Das müssten die Stadtverordneten aushalten. Sie mahnte, auch wenn die Debatten im Stadtparlament manchmal scharf geführt würden, stets respektvoll miteinander umzugehen.

„Sie mögen die Älteste sein, haben aber eines der jüngsten Herzen“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

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