Verkehr

Frankfurt: Stadtrat soll Gesamtverkehrsplan vorlegen

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Die CDU im Römer macht Vorschläge, was in dem Gesamtverkehrsplan stehen soll. Eine Bürgerinitiative setzt sich für weniger Autoverkehr in Frankfurt ein.

Das Verkehrsdezernat soll „zügig“ einen neuen Gesamtverkehrsplan vorlegen. Das fordert die CDU im Römer, die sich mit verschiedenen Organisationen getroffen hat, um über den Verkehr der Zukunft zu sprechen. Dieser soll alle Verkehrsträger berücksichtigen.

„Heute ist in Mobilitätskorridoren zu denken, in denen die kombinierte Nutzung verschiedener Verkehrsträger zu gewährleisten ist“, sagte Martin Daum, der verkehrspolitische Sprecher der CDU im Römer. Die Erreichbarkeit der Stadt für Pendler und Arbeitgeber solle ausgebaut werden, nicht nur auf der Schiene, sondern auch mittels „Hubs“, wo Fahrgäste etwa vom Carsharing-Auto auf die Straßenbahn oder das Leihrad umsteigen können. Stichwort sei die „multimodale Mobilität“, sagte Daum.

Bereits Ende September hatte die Koalition aus CDU, SPD und Grünen dem Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling (SPD) die Aufgabe erteilt, „unter Einbeziehung aller maßgeblichen Akteure“ wie den verkehrspolitischen Sprechern der Fraktionen, der Industrie- und Handelskammer, den Gewerkschaften und dem ADFC einen Gesamtverkehrsplan zu erstellen. Was der Sachstand ist, war am Freitag vom Verkehrsdezernat urlaubsbedingt nicht in Erfahrung zu bringen.

Einen Gesamtverkehrsplan, um die „unerträgliche Verkehrsbelastung“ in den Griff zu bekommen, fordert auch die Bürgervereinigung Nordend. Der Autoverkehr soll in den kommenden zehn Jahren um bis zu 50 Prozent reduziert werden, forderte der Sprecher Friedhelm Ardelt-Theeck. Tempo 30 bei Nacht sollte künftig auf allen Hauptstraßen gelten. Auch tagsüber sei Tempo 30 sinnvoll, um Anwohner von Verkehrslärm und Abgasen zu entlasten. Gegen den Bau des Riederwaldtunnels sammelt die Initiative derzeit wieder Unterschriften; 400 habe sie schon.

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