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Tausende Menschen lauschen 2017 dem Stadtgeläut. So voll soll es dieses Jahr nicht werden.
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Tausende Menschen lauschen 2017 dem Stadtgeläut. So voll soll es dieses Jahr nicht werden.

Pandemie

Frankfurt: Stadtgeläut nur online

  • George Grodensky
    VonGeorge Grodensky
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Die Stadt Frankfurt möchte Versammlungen zu Heiligabend verhindern. Bürgerinnen und Bürger können den 50 Glocken im Internet lauschen.

Frankfurt verzichtet an Heiligabend wie im vergangenen Jahr auf das große Stadtgeläut. Dabei gilt der gemeinsame Glockenklang der zehn Innenstadtkirchen vielen Menschen als eigentlicher Auftakt zu den Feiertagen. Doch zu groß scheint den Verantwortlichen die Gefahr, dass sich zu viele Menschen ohne Abstand zum Glockenklang versammeln. „Wir dürfen kein Risiko eingehen – die Gesundheit geht vor“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

Die Tradition soll aber nicht wegfallen, versichern die Stadtoberen. Zu hören sind die 50 Glocken im Internet – auf dem Computer oder dem Smartphone. Die Stadt wird die Audiodatei rechtzeitig vor Heiligabend auf www.frankfurt.de bereitstellen, der Link ist auch auf Facebook und Twitter zu finden.

„An Heiligabend läuten die Glocken eine Zeit der Ruhe und der fröhlichen Besinnung ein“, sagt Bastian Bergerhoff (Grüne), der für die Dotationskirchen zuständige Dezernent. Gerade nach einem Jahr der besonderen Belastungen sei es wichtig, an den Feiertagen neue Kraft zu tanken.

Virtuelle Gemeinschaft

Liebgewonnene Traditionen wie das Stadtgeläut könnten dabei helfen. „Wenn wir es alle zusammen am traditionellen Termin von 17 Uhr bis 17.30 Uhr hören, haben wir zumindest ein virtuelles Gemeinschaftserlebnis.“

Der Klang der 50 Glocken ist sorgfältig aufeinander abgestimmt. Die heutige Komposition entwickelte der Mainzer Professor Paul Smets 1954 im Auftrag des Frankfurter Magistrats für die Gotteshäuser in städtischem Besitz: Paulskirche, Katharinenkirche, Liebfrauenkirche, Peterskirche, Heiliggeistkirche (Dominikanerkloster), St. Leonhard, Karmeliterkloster, Alte Nikolaikirche, Dreikönigskirche und Dom St. Bartholomäus. Das zwei Oktaven umfassende neunstimmige Domgeläut bildet die Grundlage.

Das große Stadtgeläut erklingt für gewöhnlich nicht nur vor Heiligabend, es ist eigentlich vor allen kirchlichen Hochfesten zu hören. Am Samstag vor dem ersten Advent, an Heiligabend, am Karsamstag, am Samstag vor Pfingsten. Der Brauch, die 50 Glocken gemeinsam für eine halbe Stunde klingen zu lassen, unabhängig von Gottesdienstzeiten, besteht seit 1856.

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