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Frankfurt: Stadt will Riedbergplatz umbauen

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Von: Sandra Busch

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Im Sommer ist der Riedbergplatz einer der heißesten Flecken der Stadt. )
Im Sommer ist der Riedbergplatz einer der heißesten Flecken der Stadt. ) © Andreas Arnold

500 000 Euro für die Entsiegelung. Fläche heizt sich im Sommer zu sehr auf.

Auf dem Riedbergplatz heizt sich die dunkle Steinfläche im Sommer auf, der Platz wird zum Glutofen. Was das in Zahlen bedeutet, haben nun Studierende der Physischen Geografie der Goethe-Uni untersucht. Sie haben Temperaturunterschiede zwischen dem bepflasterten Riedbergplatz und dem dicht mit Bäumen bepflanzten Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platz auf dem Riedberg untersucht und stellten die Ergebnisse im Klima- und Umweltausschuss am Donnerstagabend vor: Die Oberflächentemperatur auf dem Riedbergplatz war über den Tag im Durchschnitt acht Grad höher. Die Steinwände geben zudem die Wärme über die gesamte Nacht bis in den Morgen ab.

Seit eineinhalb Jahren kämpft die Klimaschutz-Initiative Riedberg für eine Umgestaltung des Areals. „Die Ergebnisse der Uni sind eindeutig“, sagte Ina Mirel von der Initiative. „Sie belegen, dass der Riedbergplatz einer der heißesten Plätze Frankfurts ist.“ Der Ortsbeirat spricht sich für ein Umgestaltung aus, die Initiative hat auch schon einen Vorschlag dazu entwickelt. 670 Unterschriften für eine Begrünung der Fläche für ein besseres Mikroklima brachte Mirel in den Ausschuss mit.

Und rannte dort offene Türen ein. So drückte es zumindest Thomas Schlimme (Grüne) aus. Man könne die Stadt nicht so versiegeln. „Es geht dabei auch um Menschenleben.“ Wenn es nicht abkühle, sei das lebensgefährlich für Ältere und Kranke etwa. Auch für SPD, CDU und Linke ist das Thema unstrittig.

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) sagte, dass im Prinzip alle Plätze in Frankfurt falsch geplant seien. Die Stadt habe nun ein Programm zur Umgestaltung von Plätzen, und da seien 500 000 Euro für den Riedbergplatz vorgesehen. „Es wird Zeit, nie wieder solche Plätze zu planen“, sagte Heilig. „Aber ich hab schon wieder Pläne gesehen, die auch nicht besser ausschauen.“

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