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Frankfurt: Stadt will Ressourcen schonen

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Von: Christoph Manus

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In Frankfurt landet nach wie vor viel zu viel Abfall in den Restmülltonnen, der vermeidbar oder zumindest recycelbar wäre.
In Frankfurt landet nach wie vor viel zu viel Abfall in den Restmülltonnen, der vermeidbar oder zumindest recycelbar wäre. © Frank Rumpenhorst/dpa

Produkte und Materialien sollen weiterverwendet oder zumindest recycelt statt weggeworfen will. Die Stadt Frankfurt will die Kreislaufwirtschaft zur Grundlage ihres Handelns machen.

Die Stadt Frankfurt will zu einer deutlichen Reduzierung des Ressourcenverbrauchs beitragen. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) hat jetzt eine Erklärung einer europaweiten Initiative von Städten unterschrieben, in der diese sich verpflichten, Kreislauforientierung zur Grundlage ihres Denkens und Handelns auf allen Ebenen zu machen, etwa in den Bereichen Beschaffung, Bau oder Verkehr. Mit der „Circular Cities Declaration“ zeige die Stadt, dass sie die Verantwortung für kommende Generationen ernst nehme, sagt Heilig. Auch die Lieferkettenprobleme zeigten, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit Ressourcen sei.

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, repariert oder aufgearbeitet werden. Das vermeidet Abfall und schont Ressourcen. Die Abfälle, die trotzdem entstehen, sollen nach diesem Modell so gut wie möglich recycelt werden.

Heilig macht keinen Hehl daraus, dass es schon beim Recycling in Frankfurt noch viel zu tun gibt. Alleine aus privaten Haushalten landeten jährlich etwa 155 000 Tonnen Abfall in den Restmülltonnen, sagt Michael Eickenboom, der im Umweltamt für die Abfallwirtschaft zuständige Abteilungsleiter. Bei rund 70 Prozent handele es sich jedoch um Wertstoffe, die recycelt werden könnten, zum Beispiel Bioabfall, Papier, Kunststoffe, Metall und Textilien. Die Stadt hat bereits ein Konzept zum Vermeiden und besseren Trennen von Abfall vorgelegt. Ziel ist es, die Verschwendung von Ressourcen zu verringern.

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