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Frankfurt: Stadt weitet Programm für kulturelle Teilhabe aus

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Von: Florian Leclerc

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Das Weltkulturmuseum in Frankfurt mach bei „Places to see“ mit. Foto: Michael Schick
Das Weltkulturmuseum in Frankfurt mach bei „Places to see“ mit. © Michael Schick

Das Programm „Places to see“ richtete sich bislang an Geflüchtete, die Frankfurter Museen besuchen konnten. Nun öffnet das Kulturdezernat das Programm für gemeinnützige Vereine.

Schon 2015, als Menschen wegen des Kriegs in Syrien nach Deutschland geflüchtet sind, hat die Stadt Frankfurt den Geflüchteten mit dem Vermittlungsprogramm „Places to see“ kulturelle Teilhabe ermöglicht. Die Geflüchteten, die damals meist in Notunterkünften wohnten, konnten kostenlos an Workshops und Führungen in Frankfurter Museen teilnehmen und dadurch am kulturellen und sozialen Leben der Stadt teilhaben.

Über die Jahre machten mehr als 4300 Menschen mit, 24 Museen waren beteiligt, etwa 40 Kooperationspartner vernetzten sich. Nun öffnet das Kulturdezernat das Programm für weitere Institutionen.

Jede gemeinnützige Organisation in Frankfurt, sei es ein Verein oder eine Initiative, die in den Feldern Bildung, Erziehung, Kunst, Kultur, Wissenschaft, Forschung oder humanitäre Hilfe engagiert ist, kann beim Vermittlungsprogramm mitmachen. Für Teilnehmende ist das Angebot kostenlos. Das Kulturdezernat fördert das Programm mit 100 000 im Jahr.

Das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt hat zuletzt Führungen durch die Ausstellung „Crib Time“ für das Atelier Eastend organisiert. Das Historische Museum Frankfurt hat die Kulturgruppe „Über den Tellerrand“ zu Treffen eingeladen, bei denen nach einem Impulsvortrag gemeinsam debattiert und gegessen wurde. Im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum hat die „Montagsgruppe“ des Familienbildungszentrums Al Karama Instrumente gebaut, um einen Stummfilm zu vertonen. Im Weltkulturenmuseum bekam das Kone-Netzwerk eine geschützten Raum, um über Empowerment für Frauen zu sprechen und sich mit postkolonialem Erbe auseinanderzusetzen.

„Unabhängig vom Geldbeutel oder ihrer Herkunft muss es Menschen möglich sein, am kulturellen Leben eines Gemeinwesens teilzuhaben, das ist ein Schwerpunkt meiner kulturpolitischen Arbeit“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Anmelden können sich gemeinnützige Vereine oder Organisationen über die Website frankfurt.de/placestosee. Es gibt drei Formate, sich zu vernetzen, sie heißen Blind Date, Bonus und Labor. Für Privatpersonen, die nicht beim Vermittlungsprogramm mitmachen können, gibt es nach wie vor die regulären Führungen und Workshops der Museen.

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