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In einem offenen Brief fordern vier Initiativen die Frankfurter Stadtverordneten auf, die bisherigen Pläne für die „Grüne Lunge“ am Günthersburgpark zu stoppen und Flächen im Areal zu kaufen.
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In einem offenen Brief fordern vier Initiativen die Frankfurter Stadtverordneten auf, die bisherigen Pläne für die „Grüne Lunge“ am Günthersburgpark zu stoppen und Flächen im Areal zu kaufen.

Günthersburghöfe

Frankfurt: Stadt soll Flächen in der „Grünen Lunge“ kaufen

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Initiativen für den Erhalt der „Grünen Lunge“ im Frankfurter Nordend werben für ein sozialökologisches Pionierprojekt im Areal. Die Stadt soll ihre bisherigen Pläne für das Gebiet stoppen.

Mehrere Initiativen, die gegen eine Bebauung von Gartenflächen am Günthersburgpark kämpfen, fordern die Frankfurter Stadtverordneten in einem offenen Brief auf, sich dafür einzusetzen, dass die Stadt größere Grundstücke im Areal kauft. „Wir möchten die Biodiversität dieses Gebiets erhalten und es zu einem sozialökologischen Pionierprojekt der Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert machen“, heißt es in dem Schreiben, das am Montag in der „Grünen Lunge“ im Nordend vorgetragen und ausgehängt wurde. Nur wenn der Stadt genügend Flächen im Gebiet östlich der Friedberger Landstraße gehörten, gebe es den dafür notwendigen Gestaltungsspielraum.

Nach Zahlen des städtischen Planungsdezernats gehören von den Flächen im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Güntersburghöfe“ etwa 40 Prozent der Stadt. Zehn Prozent seien in Eigentum des Projektentwicklers Instone, der das Areal gerne gemeinsam mit der städtischen Wohnungsgesellschaft ABG bebauen würde, für weitere 25 Prozent habe sich das Unternehmen Optionen gesichert, heißt es. Ein weiteres Viertel der Flächen gehöre sonstigen Eigentümern.

Initiativen wollen bei künftiger Entwicklung der „Grünen Lunge“ im Nordend mitbestimmen

Die Aktivistinnen und Aktivisten der „Bürgerinitiative für den Erhalt der Grünen Lunge am Günthersburgpark“, der Kampagne „Grüne Lunge bleibt – Instone stoppen“ sowie der Gruppen „GemüseheldInnen“ und „OADE“ machen in dem offenen Brief klar, dass sie und die anderen Nutzerinnen und Nutzer des Areals die künftige Entwicklung im Areal mitbestimmen wollen. Sie hätten schließlich das größte Wissen über das Gelände, argumentierte Peter Beckmann von der Initiative für den Erhalt der „Grünen Lunge“. „Wir wissen, wo die geschützten Blumen wachsen und wo die alten Bäume stehen.“

Die Initiativen werben für eine behutsame Öffnung des Areals. Beckmann sprach von der Möglichkeit, dass eine Art „Gartenpark“ entsteht. Auch Wohnungen sollen in dem Gebiet errichtet werden, allerdings nur auf Flächen, die bereits versiegelt sind. Diese sollen, wie Chris Kircher von den „GemüseheldInnen“ sagte, in möglichst ökologischer Weise gebaut werden. Zudem entstehen nach Vorstellungen der Initiativen nur geförderte Wohnungen und genossenschaftliche oder gemeinschaftliche Projekte, die langfristig bezahlbaren Wohnraum schaffen.

Die ursprünglichen Pläne für die Günthersburghöfe sind so gut wie vom Tisch

Eigentlich wollten Instone und ABG in dem Areal zusammen etwa 1500 Wohnungen errichten. Der Bebauungsplan für die Günthersburghöfe hätte bereits in die Offenlage gehen können. Doch seitdem die Grünen, die nur noch eine Bebauung der schon versiegelten Flächen im Gebiet erlauben wollen, die Kommunalwahl klar gewonnen haben, sind diese Pläne so gut wie vom Tisch. Noch laufen die Gespräche über eine Koalition zwischen Grüne, SPD, FDP und Volt. Es ist aber absehbar, dass die Grünen sich in diesem Punkt durchsetzen werden.

Die Initiativen sehen diesen Wechsel in der Stadtpolitik als ihren Erfolg. Nun könne die „Grüne Lunge“ mit ihren nach ihren Angaben mehr als 1000 Bäumen erhalten bleiben, heißt es. Sie pochen nun darauf, dass die neue Koalition rasch Taten folgen lässt. In ihrem offenen Brief fordern sie die Stadtverordneten auf, den bisherigen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan aufzuheben und das Verfahren zur Umlegung der Grundstücke im Areal zu stoppen.

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