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Plätze in Wohnheimen (hier am Campus Westend) sind ein rares Gut in Frankfurt.
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Plätze in Wohnheimen (hier am Campus Westend) sind ein rares Gut in Frankfurt.

Wohnraummangel

Wohnungen für Studierende in Frankfurt teuer und knapp: Stadt soll das jetzt ändern

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Goethe-Universität, Studierendenschaft und Studentenwerk mahnen gemeinsam: Es gibt in Frankfurt zu wenige bezahlbare Wohnungen für Studierende.

Frankfurt – Die Goethe-Universität, die verfasste Studierendenschaft und das Studentenwerk Frankfurt fordern in einer gemeinsamen Erklärung mehr bezahlbaren studentischen Wohnraum in der Stadt. 70 000 junge Menschen seien an einer der Frankfurter Hochschulen eingeschrieben. Günstige Wohnungen oder Wohnheimplätze gäbe es für sie zu wenige.

So treten die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner mit einer konkreten Forderung an die Stadtpolitik heran: Studentisches Wohnen soll Teil des Baulandbeschlusses werden, in dem die Kommune festlegt, was in neuen Quartieren an Wohnfläche entwickelt wird. Also zum Beispiel, geförderter Wohnungsbau für den Mittelstand, sozialer Wohnungsbau und eben noch dazu: Studentisches Wohnen. „Auf dem Gebiet öffentlich geförderten Wohnraumes müssen unbedingt vielfältige Anstrengungen unternommen werden“, sagt dazu Christiane Thompson, Vizepräsidentin der Goethe-Universität für Lehre, Studium und Weiterbildung.

Mehr studentische Wohnungen für eine Stadt wie Frankfurt „angemessen“

„Ich bin sicher, dass das für eine internationale Stadt wie Frankfurt angemessen und ausgesprochen wichtig ist und mittelfristig zu wirtschaftlichen Vorteilen führt“, findet Albrecht Fester, Verwaltungsvorsitzender des Studentenwerks und Kanzler der Goethe-Uni. Die eingesetzten öffentlichen Mittel würden sich rasch auszahlen.

Die Stadt soll die neue Quote bereits in den aktuellen Planungen verwirklichen, etwa in den Günthersburghöfen im Nordend, dem Schönhofviertel zwischen Bockenheim und Rödelheim, auf dem Kulturcampus Bockenheim, oder am Rebstock und im Römerhof. Die so entstehenden Wohnungen sollen dabei zum BAföG-Bedarfssatz von 325 Euro monatlich inklusive Nebenkosten realisiert werden.

Verfügbare Wohnheimplätze in Frankfurt weit unter Bundesdurchschnitt

„Die Mieten für ein WG-Zimmer übersteigen mittlerweile die Grenze von 500 Euro“, schreiben Timm Hoppe und Niklas Lehrke, Wohnraumreferenten des Allgemeinen Studierenden Ausschusses in der Erklärung. Für junge Menschen in der Ausbildung, die häufig mit Nebenjobs die Finanzierung ihres Studiums sicherstellen, sei das eine sehr hohe Summe. Ein erfolgreiches Studium bedürfe aber guter Studienbedingungen frei von Sorgen um das monatliche Auskommen.

Zwar entstehen neue Unterkünfte, wie das Studierendenwohnheim auf dem Campus Riedberg und die geplante Aufstockung der Wohnheime an der Ludwig-Landmann-Straße. Das reicht bei weitem nicht aus. Derzeit finden nur knapp 4,5 Prozent der Frankfurter Studierenden beim Studentenwerk einen Wohnheimplatz, konkret sind das 2800 Plätze. Der Bundesdurchschnitt liegt bei einer Versorgungsquote von zehn Prozent.

2020 hat das Land auf Vorschlag des Frankfurter Studentenwerks den Kauf eines Grundstücks in Wiesbaden aus Mitteln des Liegenschaftsfonds geprüft. Das ist allerdings zu teuer gewesen. Aktuell ist ein Bestandsobjekt in Offenbach im Blick. (George Grodensky)

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