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Frankfurt: Stadt hat Interesse an Vonovia-Wohnungen

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Von: Christoph Manus

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Vonovia gehören fast 12.000 Wohnungen in Frankfurt. Das Unternehmen will sich von einem Teil seines bundesweiten Bestands treffen. Das weckt Begehrlichkeiten.
Vonovia gehören fast 12.000 Wohnungen in Frankfurt. Das Unternehmen will sich von einem Teil seines bundesweiten Bestands treffen. Das weckt Begehrlichkeiten. © peter-juelich.com

Die SPD im Frankfurter Römer will, dass die städtische Wohnungsgesellschaft ABG den möglichen Kauf von Mietshäusern von Vonovia prüft. Sie befürchtet, dass die Bestände in falsche Hände geraten.

Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding, der mehr als 54 000 Wohnungen gehören, soll den Kauf von Wohnungen aus dem Bestand von Vonovia prüfen. Das rät die SPD im Römer. Der Dax-Konzern, dem mehr als 550.000 Wohnungen gehören, hat angekündigt, einen Teil des Bestands verkaufen zu wollen. In Frankfurt gehören dem Unternehmen gut 11.500 Wohnungen.

„Ich glaube, die Wohnungen der Vonovia könnten gut in den Wohnungsbestand der ABG integriert werden und die Mieter:innen vor exorbitanten Mieterhöhungen und Verdrängungen schützen“, sagt die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Almuth Meyer. Ein Erwerb passe zudem zum Ziel der Koalition von Grünen, SPD, FDP und Volt, die Rolle der ABG als wichtigen „Garant für den Erhalt preiswerten Wohnraums“ zu stärken.

SPD-Fraktion Frankfurt appelliert an Vonovia, an öffentliche Wohnungsgesellschaften zu verkaufen

Meyer sieht im angekündigten Verkauf Chancen, aber auch Gefahren. Vonovia habe bei den Mieterinnen und Mietern keinen besonders guten Ruf, sei aber ein vergleichsweise seriöser Bestandshalter. „Es wäre schlimm, wenn nun Wohnungsbestände zum Nachteil der Mieter:innen in die falschen Hände geraten und ihnen eine Verdrängung droht.“ Meyer appelliert daher an Vonovia, bei einem Verkauf zunächst mit öffentlichen Wohnungsgesellschaften zu verhandeln. Zumal es sich bei dem betreffenden Bestand zu einem erheblichen Teil um Wohnraum handele, die früher der öffentlichen Hand gehörten.

Nach Meyers Sicht sollte zudem der Bund prüfen, ob eine komplette Übernahme des Konzerns möglich sei.

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