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Stefan Majer (Grüne) ist seit 2016 Gesundheitsdezernent. Von 1989 bis 1996 war er bei der Aids-Hilfe und leitete den ambulanten Pflegedienst. stn
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Stefan Majer (Grüne) sagt Rassismus in der Verwaltung den Kampf an. 

Rassismus

Frankfurt: Stadt forciert Kampf gegen Rassismus in Behörden

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Selbstverpflichtung für die 14 000 Angestellten geplant. Personaldezernent will Kultur des Hinschauens entwickeln.

Die Stadt Frankfurt will einen diskriminierungsfreien Umgang unter seinen Beschäftigten fördern. Dafür sei derzeit unter anderem die Einführung eines Konfliktmanagementsystems in Vorbereitung, heißt es in einem Bericht des Magistrats, den Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) am Montagabend im Rechtsausschuss vorgestellt hat. „Der sogenannte Alltagsrassismus ist unter uns“, mahnte Majer. Es gelte, eine „Kultur des Hinschauens“ zu etablieren.

Majer verwies auf einen aktuellen Vorfall von Alltagsrassismus in der Stadtverwaltung. Das sei kein Fall für ein Disziplinarverfahren gewesen, „aber der betreffende Mitarbeiter wurde zur Rede gestellt“. Um die Sinne für einen respektvollen Umgang miteinander zu schärfen, sollen die rund 14 000 Angestellten der Stadtverwaltung eine Art Selbstverpflichtung gegen Rassismus unterschreiben, kündigte der Personaldezernent an.

Die Offensive geht zurück auf die Mitte November 2020 zu Ende gegangene Kampagne „AnStadtIntoleranz“. Der Gesamtpersonalrat der Stadt hatte die Kampagne initiiert, nachdem Vorfälle von Rassismus in der hessischen Polizei publik geworden waren. In Veranstaltungen und Workshops erarbeiteten die Angestellten ein Positionspapier, in dem es um die Entwicklung eines Konfliktmanagements ging.

Dafür wurde laut Majer die stadtinterne Zusammenarbeit des Personal- und Organisationsamts mit dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten (Amka) intensiviert. Beide Ämter informieren demnach aktuell bereits die Führungskräfte über das Thema interkulturelle Öffnung und geben praxisorientierte Hilfestellungen für die Etablierung einer diversitätsbewussten Kultur in Ämtern und Betrieben. Gemeinsam mit der Personalberatungsstelle bearbeiten beide Ämter zudem eingehende Diskriminierungsmeldungen der Beschäftigten.

Vorbereitet werden soll auch eine Kooperation des Amka mit der Antidiskriminierungsstelle des Hessischen Sozialministeriums.

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