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Die Mainwasen sollen laut SPD so bleiben wie sie sind.
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Die Mainwasen sollen laut SPD so bleiben wie sie sind.

Römer-Koalition

Frankfurt: SPD sagt Nein zurHalle am Kaiserlei

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Statt einer Multifunktionsarena will die SPD die Europäische Schule ans Kaiserlei in Frankfurt bringen. Stadtrat Jan Schneider (CDU) spricht von einem „Millionengrab“.

Die SPD im Frankfurter Römer hat am Dienstag im Koalitionsausschuss bei zwei Themen überraschend die Pflöcke eingeschlagen. Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten teilten den Partnern von Grünen und CDU mit, dass sie gegen eine Multifunktionsarena am Kaiserlei und gegen die Europäische Schule an den Mainwasen sind.

„Wir haben die Informationen bekommen, dass es genügend Bewerber am Flughafen gibt und dass das Konsortium von Herrn Wöbke wohl auch Interesse bekundet hat“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Busch am Mittwoch. Gemeint ist der geschäftsführende Gesellschafter von Basketball-Bundesligist Frankfurt Skyliners Gunnar Wöbke, der am Kaiserlei mit vier Unternehmern aus der Region die Multifunktionshalle bauen will. Bis 15. Februar läuft derweil eine Standortabfrage von Flughafenbetreiber Fraport, wo ebenfalls eine Halle entstehen könnte.

„Wir haben uns nicht am Flughafen beworben und werden uns auch nicht bewerben“, sagte Wöbke, der am Montag sein Projekt der Öffentlichkeit vorstellen will. Das gleiche hatten Sportdezernent Markus Frank und Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (beide CDU) der SPD auch am Dienstag mitgeteilt. Trotzdem kam das Veto.

Stattdessen will die SPD die Europäische Schule an den Kaiserlei bringen, Schneider verwies darauf, dass mit dem Land, dem Bund und der Schule ein Letter of Intent erarbeitet worden ist, in dem alle Projektschritte genannt werden. „Die Schule hat eine klare Präferenz für die Mainwasen“, sagte Schneider. Zumal das Grundstück am Kaiserlei der stadtnahen Stiftung Almosenkasten gehört. Würde dort eine Halle entstehen, würde die Stiftung über Jahrzehnte ein Einkommen haben, weil die Betreiber eine Erbpacht zahlen müssen. „Wir müssen dem Bund für die Europäische Schule aber ein Grundstück kostenlos zur Verfügung stellen“, erklärt Schneider. Das würde bedeuten, dass die Stadt dem Almosenkasten jährlich die Erbpacht zahlen müsste, weil diese das Grundstück nicht verkaufen darf. „Das wäre ein Millionengrab“, sagt Schneider.

Sportdezernent Frank betonte, dass er weiter für die Arena am Kaiserlei kämpfen wolle. „Das ist die bessere Lösung für unsere Sport-Teams“, sagte er. Mit der Verweigerungshaltung der SPD seien bis zur Wahl alle Hebel auf Null gestellt. „Das ist leider nicht konstruktiv“, sagte Schneider.

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