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Frühlingswetter

Corona in Frankfurt: Menschen zieht es in die Sonne – Abstände und Masken sind teilweise vergessen

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Halb Frankfurt genießt die warmen Tage in den Grünanlagen und am Main – weitestgehend ohne Masken. Vor allem der Hafenpark ist überfüllt.

  • Das Frühlingswetter mit Sonnenschein am Wochenende hat viele Menschen in Frankfurt nach draußen gelockt.
  • Auf Corona-Abstände ist teilweise noch geachtet, Masken sind kaum getragen worden.
  • Besonders im Hafenpark sind die Menschen zusammengekommen, um Sport zu treiben.

Frankfurt – Das schöne Wetter hat am Wochenende Tausende Frankfurter und Frankfurterinnen nach draußen an die frische Luft gezogen. Bei warmen 18 Grad waren in Frankfurt die Spielplätze, Grünanlagen und das Flussufer am Main überlaufen, die allerwenigsten Menschen trugen Masken. Ganz so, als sei die Coronavirus-Pandemie schon überstanden.

Schon um 11 Uhr ist der Parkplatz des Waldspielparks Heinrich-Kraft-Park am Samstag (20.02.2021) in Fechenheim voll belegt. Die Sonnenstrahlen verstecken sich noch hinter den Bäumen, so dass die Wege noch ein wenig matschig und einige Pfützen übrig sind. Auf der Rollschuhbahn bringt Jonathan seinem vierjährigen Sohn Lukas das Fahrradfahren bei. „Die letzten Wochen waren einfach zu kalt. Die Gelegenheit heute wollten wir nutzen“, sagt er. Und bald dreht Lukas seine ersten Runden ganz alleine.

Der Main, insbesondere der Hafenpark, war am Wochenende gut besucht, wie immer bei schönem Wetter, auch in Zeiten von Corona.

Auf dem Spielplatz, zum Joggen oder Picknicken: In Frankfurt haben viele das gute Wetter genutzt

Unter den Erwachsenen am Sandkasten sind die häusliche Betreuung und das Homeschooling das Gesprächsthema Nummer eins. „Zum Glück öffnen ab Montag die Kitas wieder“, sagt eine Frau. Der Rest: „Ooooh ja!“

Im Günthersburgpark sind zwei junge Frauen mit einem SPD-Wahlplakat auf der Suche nach einem geeigneten Ort, um es aufzuhängen. An ihnen joggt Lothar Matthäus vorbei – zumindest das grüne Trikot des deutschen Fußball-Rekordnationalspielers von der WM 1994.

Auf der Wiese liegen einige Picknickdecken, im Käfig kicken fast 20 Kinder und Jugendliche munter vor sich hin, während sie in den Sportvereinen nicht einmal zu dritt trainieren dürfen.

Auf den Statuen der Wasserspiele im Günthersburgpark kann man auch gut sonnenbaden.

Gedränge auf dem Spielplatz: Sonne statt Corona in Frankfurt

Auf den Grünflächen in Frankfurt verteilt sich das Geschehen noch ziemlich gut, auf dem Spielplatz ist das Gedränge groß. „Ich will das Gelbe“, sagt ein kleines Mädchen zu seiner Mutter am Kiosk und deutet auf die Eisliste. „Ich auch“, ruft ihre Schwester. Der kleine Bruder will ein Gummibärcheneis. Am Ende gibt es für alle das gelbe Capri-Eis.

Im kleinen Rosengärtchen im Prüfling sind die Bänke besetzt. Einige haben sich vom Bäcker einen Kaffee geholt und unterhalten sich. Eine ältere Frau lehnt sich an, schließt die Augen und genießt die Sonnenstrahlen.

Im Sportpark Preungesheim haben sich über den ganzen Kunstrasenplatz Kinder mit Eltern und Amateurfußballer verteilt. Einige haben Hütchen mitgebracht, um durch sie hindurchzudribbeln, andere absolvieren Technikübungen, flanken oder schießen ihrem Freund den Ball ins Tor.

Manche trafen sich auch zum Picknick im Park.

Treffpunkt Mainufer: In Frankfurt lockt das schöne Wetter am Wochenende nach draußen

Am Mainufer sind ganze Kolonnen von Radfahrer:innen unterwegs. „Hast du auch schon den großen Wahlzettel bekommen?“, fragt ein Mann seinen Begleiter, während sie an den Plakaten an der südlichen Mainuferseite entlangfahren. „Ich hab’ schon Briefwahl gemacht“, antwortet der.

Am Fluss selbst ist um 13.30 Uhr schon einiges los, die Abstände werden weitestgehend eingehalten. Einige, die auf Bänken sitzen, haben sich eine Pizza geholt und schlürfen Cola aus einer Glasflasche. „Da ist der Eintracht-Bus“, ruft plötzlich ein Mädchen ihrem Vater zu. Und tatsächlich, der große schwarze Bus mit den Profis an Bord fährt am Schaumainkai in Richtung Stadion, wo der FC Bayern München am Nachmittag mit 2:1 nach Hause geschickt werden wird.

Die Stand-up-Paddler nutzten die Gunst der Stunde auf dem Main.

Hafenpark in Frankfurt: Am Wochenende heillos überfüllt

Um am Hafenpark spazieren gehen zu können, werden die Leute kreativ. Die kleineren Baustellenabsperrungen an der Mayfarthstraße werden kurzerhand zur Seite geschoben, damit das eigene Auto halten kann. Im Skaterpark drängeln sich die Jugendlichen dicht an dicht und filmen ihre Sprünge mit Skateboards und Roller, um sie gleich danach bei Instagram, Snapchat und Tik Tok zu posten. Auch die Basketballcourts und Fußballplätze sind wie das gesamte Areal heillos überfüllt.

Martin (39), Niko (35) und Daniel (32) stehen etwas abseits, alle tragen Boxhandschuhe. Einer schwingt die Fäuste, der andere blockt ab. „Wir waren auch bei null Grad schon hier, weil unser Gym zu ist“, sagt Martin. Alle drei machen Kampfsport: Kickboxen, Grappling, Thai-Boxen. „Wir sind hier unter Gleichgesinnten“, erzählt Niko. Im Holzhausenpark würden die drei mit ihrem Boxtraining sofort auffallen. Hier sind sie neben Hip-Hop-Tänzern, die den ganzen Hafenpark mit ihren Lautsprechern beschallen, nur drei von ganz, ganz vielen. (Timur Tinç)

Viele Kinder und Jugendliche zog es in den Hafenpark.

Rubriklistenbild: © Monika Müller

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