Auch für den Fastnachtsumzug „Klaa Paris“ in Heddernheim gibt es künftig mehr Geld.
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Auch für den Fastnachtsumzug „Klaa Paris“ in Heddernheim gibt es künftig mehr Geld.

Kultur

Frankfurt soll Hauptstadt für Design werden

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Koalition fördert die Bewerbung Frankfurts als „World Design Capital“ – und weitere Kulturprojekte.

Frankfurt soll „World Design Capital“ 2026 werden. Die städtische Bewerbung als Designhauptstadt fördert die Koalition im Römer mit einer halben Million Euro im Doppelhaushalt 2020/2021. Darauf haben sich die Stadtverordneten am Donnerstagabend im Kulturausschuss verständigt.

Die Designwirtschaft sei eine Triebfeder der urbanen Entwicklung, heißt es im zugrundeliegenden Antrag der Koalition. Eine Bewerbung helfe dabei, die Metropolregion mit Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Offenbach, Mainz besser zu vernetzen. Das stärke die regionale Identität, mache Frankfurt international sichtbarer und erhöhe den Tourismus. Als Designhauptstädte wurden zuletzt Kapstadt, Helsinki und Lille gewählt.

Insgesamt hat die Koalition am Donnerstagabend 16 Anträge zur Förderung der Kultur beschlossen. Rund 1,1 Millionen gibt die Stadt im Doppelhaushalt dafür aus.

Das Kinder- und Jugendprogramm Pegasus in der Alten Oper erhält 200 000 Euro, um das Angebot zu erweitern. Zuletzt konnte die Ticketnachfrage kaum gedeckt werden, hieß es.

Um 40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Tel Aviv und Frankfurt zu feiern, stellt die Koalition 20 000 Euro bereit. Dafür soll in diesem Jahr ein öffentliches Symposium in beiden Städten abgehalten werden. Wie bereits berichtet, werden für eine Wanderausstellung über das KZ Katzbach in den Adlerwerken 20 000 Euro ausgegeben. Falls es zu einer Einigung mit dem Eigentümer kommt, soll eine Gedenkstätte in den Adlerwerken errichtet werden.

Gedenkweg im Ostend

Die Heusenstamm-Stiftung, die derzeit das Fotoprojekt „This is what a feminist looks like“ zeigt, wird mit 30 000 Euro zusätzlich gefördert. Die Koalition will die Heusenstamm-Stiftung darin unterstützen, Frankfurter Künstlerinnen und Künstler zu fördern. Um das Vermittlungsangebot des Fotografie-Forums zu erweitern, stellt die Koalition 20 000 Euro zusätzlich bereit.

Im Ostend soll ein Gedenkweg an das jüdische Leben im Stadtteil erinnern. Dafür gibt die Koalition 50 000 Euro aus. Stationen sollen die Hermesstraße sein, wo früher eine Synagoge stand, und die Klingerschule, wo jüdische Mitbürger zur Deportation abgeholt wurden.

Der Karnevalsumzug „Klaa Paris“, der wegen erhöhter Sicherheitsauflagen teurer wurde, bekommt einen zusätzlichen Zuschuss von 25 000 Euro von der Stadt. Der Frankfurter Karnevalsumzug am Fastnachtssonntag bekommt aus demselben Grund weitere 50 000 Euro. Damit die Griesheimer Bürger im Mai 2021 ein Kultur- und Musikfestival veranstalten können, stellt die Koalition 10 000 Euro bereit. Für die Sanierung der Bühnentechnik der Saalbau-TSG-Turnhalle in Fechenheim und die Ertüchtigung der ehemaligen Gaststätte werden 50 000 Euro ausgegeben. Gefördert werden das Archiv Frau und Musik (plus 35 000 Euro), die freie Tanzszene durch eine Vorstudie zu Entwicklung der Szene (5000 Euro), die Kulturbühne auf dem Fechenheimer Weihnachtsmarkt (8000 Euro), die Museumsvermittlung im Senckenberg-Museum (130 000 Euro), die Konferenz des Kunstvereins zu „transnationalen konservativen Bewegungen“ (40 000 Euro).

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