Crowdfunding

Frankfurt: Solidaritätsplattform für Gastronomen

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Die Initiative Gastronomie Frankfurt startet Mitte April eine eigene Website mit Crowdfunding, Liste von Betrieben, die liefern und einem Entertainment-Programm für ausbleibende Gäste.

Auf einer zentralen Online-Plattform will die Initiative Gastronomie Frankfurt (IGF) ihren 90 Mitgliederbetrieben, aber auch anderen Gastronomen, Kreativen und Kulturschaffenden aktiv helfen. Gleichzeitig soll den ausbleibenden Gästen ein umfangreiches Entertainment-Angebot geliefert werden.

„Ffmly“ lautet der Name der neuen Plattform, die Mitte April unter www.ffmly.de online gehen wird. Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU)übernimmt die Schirmherrschaft für das Projekt.

„Ffmly steht in erster Linie für ‚Frankfurter Familie‘ und symbolisiert das, wofür die IGF und alle anderen Kulturschaffenden in der Stadt einstehen: Zusammenhalt und Solidarität“, betont Madjid Djamegari, Vorstandsvorsitzender der IGF. Über die Plattform sollen mit Hilfe von Crowdfunding Geld für die durch die Corona-Krise besonders schwer betroffenen Betriebe gesammelt werden.

Der Unmut bei den IGF-Mitgliedern sei nach wie vor groß. Grund sei die schleppende Umsetzung des von der Regierung beschlossenen Nothilfeprogramms, das bei vielen, insbesondere kleinen Betrieben nicht ankomme. „Kurzarbeitergeld und Soforthilfen sind ein guter erster Schritt, aber nicht alle Banken gewähren ihren Firmenkunden den Zugang zu dringend benötigten KfW-Krediten. Und wenn, dann nur verbunden mit umfangreichen Bürgschaften und Sicherheiten, obwohl die KfW für 90 Prozent des Darlehens haftet.“ Zudem bemängelt der IGF-Vorstand, dass weitere nachhaltige Hilfen fehlten. „Stundungen und Darlehen müssen schließlich auch irgendwann zurückbezahlt werden und niemand kann vorhersagen, wie lange die Krise dauert und wann die Betriebe wieder Umsatz generieren werden.“

Die Website werde über verschiedene Rubriken verfügen. Dazu gehöre eine tagesaktuelle Liste von Betrieben in Frankfurt, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten oder ausliefern. Die Plattform biete aber vor allem Entertainment in Form von Streaming-Angeboten an – darunter von Musikern und DJs aus Frankfurter Bars und Clubs, aber auch von Köchen und Gastgebern, die Kochkurse abhalten oder „Home Storys“ liefern.

Auch andere bereits bestehende Aktionen sollen auf der Plattform unterstützt werden, etwa „Kochen für Helden“, eine Initiative, die zum Beispiel Krankenhauspersonal mit hochwertiger Verpflegung versorgt.

Überdies bringt die IGF in einer Jobbörse Unternehmen und Organisationen aus der Region, die dringend personelle Unterstützung suchen, mit Angestellten aus Gastronomie und Entertainment zusammen, die ihr Kurzarbeitergeld aufstocken wollen. Bereits jetzt erfahre die Plattform großen Zuspruch: Künstler hätten sich bereit erklärt, exklusiven Inhalt zur Verfügung zu stellen.

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