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Noch spielen die Frankfurt Skyliners in der Ballsporthalle. Bild: Pressehaus/Kellner

Sport

Frankfurt Skyliners wollen Halle selbst bauen

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Der Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei schien endgültig gescheitert. Doch nun wollen die Frankfurt Skyliners selbst ein Angebot für eine Arena vorlegen.

Für den Bau einer Multifunktionshalle am Kaiserlei gibt es vielleicht doch noch eine Chance. Nachdem die Verhandlungen mit dem einzig verbliebenen Bewerber aus einem Ausschreibungsverfahren gescheitert sind, wollen die Frankfurt Skyliners, die die Halle gern nutzen würden, nun selbst tätig werden. „Wir werden der Stadt Frankfurt ein Angebot vorlegen, in dem wir aufzeigen, wie der Bau der Multifunktionsarena am Kaiserlei auf Basis der bestehenden Ausschreibung gegebenenfalls doch noch realisiert werden kann“, teilte der geschäftsführende Gesellschafter des Basketball-Bundesligisten, Gunnar Wöbke, am Mittwoch mit.

Wie konkret das Angebot aussehen soll, sagte Wöbke im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau nicht. Er habe jetzt erst einmal um Termine bei der Stadt gebeten, hieß es. „Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren und müssen das Thema super-dringlich angehen“, erklärte Wöbke. Unterstützt werde er dabei von den langjährigen „Club der Freunde“-Mitgliedern Claus Wisser, Hans Nolte, Thomas Kunz und Ulrich Brass, die allesamt Unternehmer aus der Region sind. Kunz ist auch Gesellschafter bei den Skyliners.

Wöbke hatte zunächst die Hoffnung auf ein erfolgreiches Angebot der Bietergruppe Langano gesetzt, die als Sieger aus der mehrjährigen Ausschreibung hervorgegangen war. Ein Angebot wurde letztlich aber nicht abgegeben, was Wöbke „schockiert“ hatte. Denn die Verträge mit Langano waren schon ausverhandelt. Die Beendigung der Verhandlungen mit der Anschutz Entertainment Group habe ihn dagegen nicht überrascht, sagte Wöbke. Schließlich habe Anschutz immer auch das Gelände rund um eine Arena bebauen wollen, was die Stadt Frankfurt ablehnte.

„Wir freuen uns, dass es einen Hoffnungsschimmer gibt“, kommentierte die Büroleiterin von Sportdezernent Markus Frank (CDU), Andrea Brandl, am Mittwoch den Vorstoß von Wöbke. Frank und der Immobilien- und Baudezernent Jan Schneider (CDU) würden sich schon bald mit Wöbke und dem „Club der Freunde“ treffen, sagte sie der FR. Das Ausschreibungsverfahren erklärte Frank am Mittwoch für beendet. Er teilte den Bietern mit, sie hätten kein den Ausschreibungsbedingungen entsprechendes Angebot vorgelegt.

SPD und Linke griffen Frank am Mittwoch jeweils heftig an. „Frank hat das Verfahren ohne Grund gezogen wie einen Kaugummi und sich gegenüber den Bietern offensichtlich unangemessen verhalten“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Busch. Die Linke nennt Frank starrköpfig. Dieser habe stur am Standort Kaiserlei festgehalten statt die Weichen für das Hallenprojekt am Flughafen zu stellen. Dort würde die Katz-Group gern eine Halle für mehr als 20 000 Menschen bauen. SPD, Grüne und Linke stehen dem Projekt offen gegenüber.

Die Löwen Frankfurt, die schon einen Vorvertrag für die Halle unterschrieben haben, forderten am Mittwoch alle Parteien auf, das Projekt am Flughafen zu unterstützen. Wer gegen „The Dome“ sei, sei auch gegen den Eishockeysport in Frankfurt, hieß es.

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