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Skyliners-Profi Richard Freudenberg dribbelt in einer Schul-AG mit Kindern.
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Skyliners-Profi Richard Freudenberg dribbelt in einer Schul-AG mit Kindern.

Frankfurt

Frankfurt Skyliners sammeln mehr als 300 000 Euro für Schul-AGs bei Benefizgala

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Das Projekt „Basketball macht Schule“ kann wieder an den Start gehen. Eintracht Frankfurt sichert den Basketballern die Unterstützung für die Kaiserlei-Arena zu.

Richard Freudenberg war in den vergangenen vier Jahren bei vielen Schul-AGs dabei. Der Profi der Frankfurt Skyliners hat den Kindern viele Tipps mit auf den Weg gegeben und natürlich mit ihnen Körbe geworfen. „Als Kind war ich selbst Teil so einer AG“, erzählte der 23-Jährige am Samstagabend im Gesellschaftshaus des Palmengartens. Trikot und kurze Hose hatte er in einen Smoking eingetauscht. Nur die Turnschuhe hatte er aus der Halle anbehalten – das gehört zur Tradition der Benefizgala zugunsten von „Basketball macht Schule“. Und die allermeisten der 250 Gäste hielten sich daran. „Ich weiß, was es den Kindern bedeutet“, führte Freudenberg aus und ermunterte die Gäste eine AG im Wert von 3000 Euro zu spenden. Er ging mit gutem Beispiel voran und übernahm die Patenschaft für eine AG.

Am Ende kamen 101 AG-Spenden zusammen, was mehr als 300 000 Euro entspricht. Damit können die Nachmittagsaktivitäten in den Schulen der Rhein-Main-Region und darüber hinaus wieder beginnen nachdem eineinhalb Jahre lang wegen Corona keine einzige stattfinden konnte. Davor waren es 140 AGs, die 3000 Kinder pro Schuljahr bewegt haben. „Wir werden die nächsten Wochen wieder starten. Es braucht aber eine gewisse Vorlaufzeit“, erklärt Harald Bründlinger, Geschäftsleiter des eingetragenen Vereins der Skyliners. Es müssen neue Übungsleiterinnen und Übungsleiter gefunden werden, weil viele Studierende sich während Corona andere Jobs gesucht haben. Trotzdem sei man auch kreativ gewesen und werde im kommenden Jahr erstmals mit der Crespo Foundation ein Basketball- und Tanzmitmachprojekt an zehn Schulen anbieten.

Für Gunnar Wöbke, den geschäftsführenden Gesellschafter und Gründer der Skyliners war es völlig unverständlich, wie man Kindern den Sport habe verbieten können. „Unser Hauptanliegen ist es Vorbilder zu schaffen, damit Kinder Sport treiben“, sagte Wöbke. Schon bei der Gründung der Skyliners im Jahr 1999 habe der Klub damals noch eine Millionen D-Mark vom Etat in die Hand genommen, um Jugendprojekte zu unterstützten.

„Es ist ein außergewöhnlicher Beitrag zur Entwicklung junger Menschen und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, lobte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in einer Videobotschaft. Der neue Frankfurter Sportdezernent Mike Josef (SPD) hob hervor, welcher „Riesenanker“ diese Aktivitäten für Kinder besonders aus schwierigeren Verhältnissen sei.

Natürlich musste der Stadtrat als Teil der neuen Römer-Koalition etwas zum Dauerthema Multifunktionshalle sagen. „Das es die Option Kaiserlei überhaupt noch gibt, ist dank dir“, sagte er in Richtung Wöbke. Nach der gescheiterten Ausschreibung hat Wöbke zusammen mit vier Unternehmern aus der Region eine Projektentwicklungsgesellschaft gegründet und will die Halle in Eigenregie bauen.

Dafür hat die Koalition zugesagt, eine sogenannte Anhandgabe ermöglichen zu wollen. Dabei hätten Wöbke und Co zwei Jahre Zeit das Gelände zu prüfen und die Finanzierung für eine Arena für 13 000 Menschen im Stadtteil Oberrad sicherzustellen. „Wir werden den Weg gemeinsam gehen“, sagte Josef ohne ein Datum zu nennen, wann die Anhandgabe erfolgen könnte. Im Gespräch mit der FR berichtete er, dass die Fraport mittlerweile auf die Stadt zugekommen sei, um über ihr Gelände am Flughafen zu sprechen. Dort gibt es ebenfalls Investoren, die eine Arena bauen wollen. Da kann die Stadt aber nur Planungsrecht schaffen. „Zwei Arenen wird es aber nicht geben“, betonte Josef.

Axel Hellmann, Vorstandssprecher von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt, sicherte den Skyliners die Unterstützung für ihr Projekt zu: „Wenn ich irgendwo in der Stadt eine Arena für 13 000 Menschen, bei der man mit dem Fahrrad, mit dem Roller, mit ordentlichen Ladestationen, so wie das heute gedacht werden muss, hinbekommen kann, dann ist das am Kaiserlei und eher nicht das Alternativkonzept.“

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