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Silvester in Frankfurt ohne Masken

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Von: Oliver Teutsch

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Schon drei Tage vor dem Jahreswechsel ist die Alte Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Michael Schick
Schon drei Tage vor dem Jahreswechsel ist die Alte Brücke für den Autoverkehr gesperrt. © Michael Schick

Die Stadt Frankfurt bereitet sich auf einen Ansturm zum Jahrenswechsel vor. Böllerverbote für Eisernen Steg und Römerberg. Polizei und Feuerwehr mit Großaufgeboten im Eiusatz.

Bereits zwei Tage vor dem Jahreswechsel bereitet sich die Stadt Frankfurt auf eine trubelige Silvesternacht ohne Corona-Beschränkungen vor. Die Polizei begann am Donnerstagmorgen, die Uferstraßen zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke zu sperren. Das Karreé bleibt bis ins neue Jahr für den Autoverkehr gesperrt, weil der Bereich für die Menschenmassen mit tonnenschweren Pollern geschützt wird, deren Auf- und Abbau zeitaufwendig ist. In der Silvesternacht selbst könnten die Sperrungen bei Bedarf ausgeweitet werden, teilte das Ordnungsamt mit. Die Polizei rät daher, den innerstädtischen Bereich mit dem Auto zu meiden.

Nachdem die Menschen zwei Jahre lang pandemiebedingt mit zahlreichen Einschränkungen leben mussten, rechnen die Sicherheitskräfte mit einem Andrang am Mainufer wie zuletzt 2019. Auch die vorhergesagten milden Temperaturen könnten die Menschen länger als sonst üblich ins Freie locken. Die Stadt Frankfurt hat per Allgemeinverfügung einen Sicherheitsbereich rund um den Eisernen Steg inklusive der beiden vorgelagerten Brückenköpfe verfügt. Dort wird nicht nur das Abbrennen, sondern auch das Mitführen von Feuerwerk und pyrotechnischen Gegenständen untersagt sein. Um die bereits angekündigten Kontrollen zu erleichtern, werde es um den Eisernen Steg verboten sein, Rucksäcke, Tüten oder Beutel mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern dabei zu haben, heißt es in der Verfügung.

Sperrung.
Sperrung. © FR

Die Polizei kündigte an, ein Sicherheitsdienst werde an den Zugängen zum Eisernen Steg kontrollieren. Dort, wie auch am Holbeinsteg, der ebenfalls stark frequentiert wird, könnte es aus Sicherheitsgründen zu zeitweisen Brückensperrungen kommen. In der Allgemeinverfügung wird zudem auf Bestimmungen des Sprengstoffgesetzes verwiesen, wonach das Abbrennen von Pyrotechnik auch in der Nähe von Kirchen und Fachwerkhäusern untersagt ist.

Die Polizei kündigte an, mit einem Großaufgebot in der Innenstadt präsent zu sein. Auf das Einrichten einer großen Sicherheitszone und einer mobilen Polizeiwache in der Nähe des Römerberg wurde in diesem Jahr allerdings verzichtet. Dafür dürften die Ordnungskräfte neben Mainufer und Römerberg in der Silvesternacht noch mindestens einen weiteren Hotspot haben. In einem Tanzlokal in Fechenheim hatten sich vor einigen Tagen iranische Landsleute aus politischen Gründen geprügelt. Die Feier von Systemtreuen war auf eine Gegendemonstration gestoßen. Die gleiche Konstellation kündigte sich für die Silvesternacht im Tanzlokal Odeon an. Ein Polizeisprecher verlautete, die Veranstaltung werde „von Anfang an intensiv betreut“. Auch in einigen Wohnsiedlungen im Frankfurter Norden, in Griesheim und in Alt-Sachsenhausen werde die Polizei frühzeitig vor Ort sein.

Mit ähnlich viel Arbeit rechnet auch die Feuerwehr. An eine ruhige Silvesternacht wie 2021, als es in Frankfurt nur 48 Brand- und 185 Rettungsdiensteinsätze gab oder gar 2020 (31/106), glaubt niemand. „Wir rechnen eher mit einem Aufkommen wie 2019“, sagte Sprecher Thorsten Brückner. In der Silvesternacht 2019 musste die Feuerwehr 147 mal zu Brandeinsätzen und die Rettungsdienste 243 mal ausrücken. Die Feuerwehr hat ihr Personal wieder in allen Bereichen aufgestockt und wird 52 Rettungsdienstfahrzeuge im Einsatz haben.

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