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Frankfurt: Server sollen Wärme liefern

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Von: Christoph Manus

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So soll der Digitalpark Fechenheim, der im Osten Frankfurts entsteht, einmal aussehen. Rechts: das frühere Hauptgebäude des Versandhändlers Neckermann.
So soll der Digitalpark Fechenheim, der im Osten Frankfurts entsteht, einmal aussehen. Rechts: das frühere Hauptgebäude des Versandhändlers Neckermann. © Visualisierung: Interxion/Drees&Sommer

Der Frankfurter Energieversorger Mainova setzt auf Energie aus Rechenzentren. Er will erreichen, dass Abwärme aus dem früheren Neckermann-Gelände ins Fernwärmenetz fließt.

Der Frankfurter Energieversorger Mainova und der Rechenzentrenbetreiber Digital Realty arbeiten an Lösungen, um die Abwärme mindestens eines der großen neuen Rechenzentren, die nach und nach auf dem früheren Neckermann-Gelände im Osten Frankfurts entstehen, in das Fernwärmenetz einzuspeisen. Nach jetziger Planung könnten bis zu 20 Megawatt Abwärme geliefert werden – und rechnerisch den Wärmebedarf von etwa 3600 Haushalten decken, teilten die Unternehmen, die jetzt eine entsprechende Absichtserklärung getroffen haben, am Donnerstag mit. Wenn es gelinge, erstmals Abwärme von Rechenzentren in das Frankfurter Fernwärmesystem zu integrieren, sei das ein wichtiger Schritt für die Energiewende und den Klimaschutz, sagt Mainova-Technikvorstand Martin Giehl.

Bei der technischen Umsetzung der Pläne spielt das denkmalgeschützte Kesselhaus auf dem Gelände an der Hanauer Landstraße eine große Rolle. In diesem sollen nach Schilderung der Unternehmen mehrere Großwärmepumpen Platz finden, die die Abwärme des Rechenzentrums auf das Temperaturniveau heben, das für die Einspeisung ins Fernwärmenetz benötigt wird.

Auf dem früheren Neckermann-Areal ist laut Digital Realty inzwischen das erste von elf geplanten Rechenzentren in Betrieb, zwei weitere sollen im kommenden Winter fertig werden.

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