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Frankfurt: Schulen keine Hotspots

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Corona ist noch nicht ausgestanden. Weder in der Schule noch anderswo. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Corona ist noch nicht ausgestanden. Weder in der Schule noch anderswo. © dpa

Zahl der Neuinfektionen steigt in allen Altersklassen. Die Schulen sind a nicht mehr oder weniger betroffen als die ganze Gesellschaft.

Die Lockerung bei der Maskenpflicht in Schulen, die Anfang März in Kraft getreten ist, hatte offenbar kaum Auswirkungen auf die Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt allerdings dennoch weiter – über alle Altersklassen hinweg, wie das Frankfurter Gesundheitsamt angibt. So liegen die Inzidenzwerte bei allen Altersklassen über 500 – nur bei den über 80-Jährigen war in der vergangenen Woche die Inzidenz mit 446 niedriger.

Die höchste Inzidenz zeigte sich mit 1455 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner bei den 20- bis 40-Jährigen. Allerdings nur solange man die unter 20-Jährigen als einheitliche Gruppe betrachtet. Dividiert man sie auseinander, lagen die 15- bis 20-Jährigen vorn (1792), gefolgt von den 10- bis 15-Jährigen mit einer Inzidenz von 1627 und den Fünf- bis Zehnjährigen mit 1548. Damit, dass Schülerinnen und Schüler seit dem 6. März nicht mehr dazu verpflichtet sind, an ihrem Platz im Klassenzimmer eine Maske zu tragen, hat das wenig zu tun: In diesen Altersgruppen ist die Ansteckungsrate schon seit mehreren Monaten am höchsten.

Ein Grund für die hohen Inzidenzen seien einerseits die „von den jungen Erwachsenen antizipierten Lockerungen“, andererseits „die wachsende Dominanz der Omikron-Untervariante BA2, die besonders ansteckend ist“, sagt Wiebke Reimann, Sprecherin des Gesundheitsamtes. Welchen Anteil diese beiden Faktoren am Infektionsgeschehen haben, sei aber schwer zu ermessen, ebenso, welche anderen Faktoren eine Rolle spielten.

Inzidenz in Hessen

Innerhalb eines Tages sind in Hessen 18 205 neue Corona-Fälle registriert worden. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts vom Freitag hervor. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter auf 1484,9 nach 1455,8 am Donnerstag. Acht weitere Menschen starben mit oder an Covid-19.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg nach Angaben des Hessischen Sozialministeriums vom Freitag von 6,32 auf 6,64. Der Wert gibt an, wie viele Patient:innen bezogen auf 100 000 Menschen binnen sieben Tagen mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus gekommen sind.

Auf den Intensivstationen hessischer Kliniken lagen nach Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Freitag zuletzt 152 Patient:innen mit Covid-19. Von ihnen mussten 67 beatmet werden. dpa

Wegen der steigenden Inzidenz hat sich auch die Zahl der offiziell aktiven Fälle wieder erhöht: von 14 597 am Mittwoch vergangener Woche auf 19 183 am Mittwoch dieser Woche – ein Plus von mehr als 4500 Fällen.

Die Zahl derjenigen Patientinnen und Patienten, die wegen einer Covid-Erkrankung in eine Klinik mussten, blieb dagegen weitgehend stabil. Das gilt sowohl für die Normal- als auch die Intensivstationen. Am gestrigen Freitag behandelten die Intensivstationen Frankfurter Krankenhäuser 35 Covid-Patientinnen und Patienten, zehn von ihnen wurden künstlich beatmet. Eine Woche zuvor waren es 31 beziehungsweise zehn Personen gewesen. Allerdings verlaufen Ansteckung und Einweisung ins Krankenhaus um mehrere Tage zeitverzögert, so dass der Anstieg in den Behandlungszahlen noch kommen kann. Insgesamt sind in Frankfurt bisher 1168 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, darunter ein Kind zwischen fünf und 14 Jahren.

Die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler, die nicht an ihrem Platz sitzen, gilt noch bis 2. April, die Testpflicht darüber hinaus. Damit ist die Testpflicht an Schulen eine der wenigen Regelungen, die auch nach dem Auslaufen der Übergangsregelungen am kommenden Wochenende noch Bestand hat.

Weiterhin gelten werden die Testpflicht in Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeheimen, die Maskenpflicht in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Arztpraxen, bei Pflegediensten sowie im ÖPNV und Fernverkehr. Alle übrigen Maßnahmen entfallen am kommenden Sonntag.

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