Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Gewitterkarte. Kinder in Frankfurt sollen wieder zu Hause bleiben. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
+
Die Gewitterkarte. Kinder in Frankfurt sollen wieder zu Hause bleiben.

Schulen und Kitas

Corona in Frankfurt: Notbetrieb statt Präsenzpflicht für Kinder und Jugendliche

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
    schließen

Die Umstellung vom Präsenz- zum Notbetrieb erfolgt in zwei Stufen. Frankfurter Eltern, Schulen und Kitas brauchen Zeit zur Organisation. Verwirrung um Bundesvorgaben am Wochenende.

Frankfurt - Am Samstagabend herrschte endlich etwas Klarheit: In den Frankfurter Schulen ist die Präsenzpflicht ab dem heutigen Montag aufgehoben. Es wird in Schulen und Kitas auf Notbetrieb umgestellt.

Dieser Notbetrieb unterliegt aber in dieser Woche noch keinen strengen Zugangsvoraussetzungen. Es können alle Kinder kommen. „Eltern brauchen Zeit, um sich auf die neue Situation einstellen zu können“, sagte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Samstagabend. Es werde daher in dieser Woche nicht darauf geschaut, wer die Bedingungen für den Besuch der Notbetreuung erfülle.

Infektionsschutzgesetz greift für Frankfurter Kitas und Schulen: Corona-Inzidenz drei Tage in Folge über 165

Seit Samstag gilt die Corona-Bundesnotbremse, die festlegt: Wenn die Inzidenz an drei Tagen in Folge über 165 liegt, müssen Kitas und Schulen am übernächsten Tag schließen. Frankfurt hat am Samstag dreimal hintereinander die 165 gerissen, müsste demnach am heutigen Montag Kitas und Schulen dichtmachen. Die Stadt Frankfurt hatte am Freitag die Schließungen aber noch um eine Woche verschieben wollen. Unabhängig von der Inzidenz werde man noch eine Woche offenhalten, sagte Weber.

Am Samstagabend lenkte die Stadt ein. Das Sozialministerium als zuständige Behörde habe am Samstag bekanntgegeben, dass Frankfurts Schulen ab Montag, 26. April, auf Distanzunterricht umstellen müssten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Auch das Staatliche Schulamt sorgte am Sonntag für Klarheit. Der Präsenzunterricht sei ab Montag untersagt, schrieb Amtsleiterin Evelin Spyra.

Wegen plötzlichem Infektionsgesetz: Stufenweise in die Notbetreuung an Frankfurter Kitas und Schulen

Mit einem Stufenplan sollen Schulen und Kitas nun in die Notbetreuung überführt werden. Denn „die kurzfristige Ankündigung an einem Wochenende macht ein gestuftes Vorgehen erst recht notwendig“, sagte Weber. Man könne nicht am Samstag sagen, dass es am Montag losgehe. „So schnell können Eltern nicht die Betreuung ihrer Kinder organisieren oder Arbeitgebernachweise für die Notbetreuung heranbringen.“ Der Stufenplan sei konform mit den neuen Regelungen zum Infektionsschutz.

Bis Ende der Woche greift Stufe eins, bei der die Präsenzpflicht in den Schulen aufgehoben ist und auf eine Anwendung der Auswahlkriterien für die Notbetreuung verzichtet wird. In der darauffolgenden Woche greift Stufe zwei, mit einer Notbetreuung an Schulen und Kitas entsprechend den Vorgaben des Landes für Alleinerziehende, wenn beide Eltern berufstätig sind, wegen eines Härtefalls sowie aus Gründen des Kindeswohls. „Aber auch da sind noch nicht alle Fragen geklärt, das machen wir in dieser Woche“, sagte Weber. Es sei etwa unklar, was mit Eltern sei, die beide im Homeoffice arbeiteten. Oder ob es eine Testpflicht in der Notbetreuung geben müsse.

Unklarheiten wegen Corona-Lockdown-Regeln in Frankfurt: Ausnahmen für einige Kinder und Eltern

Die Regeln betreffen vor allem die Jahrgänge 1 bis 6. Sie hatten in den vergangenen Wochen Wechselunterricht, in Zeiten ohne Präsenzunterricht konnten die Kinder auch schon eine Notbetreuung besuchen. Die Jahrgänge 7 bis 11 bleiben wie seit Dezember im Distanzunterricht, die Abschlussjahrgänge sind im Wechselunterricht.

Das Hin und Her am Wochenende zu den Auswirkungen der Notbremse führte zu einem großen Durcheinander. „Dem Vernehmen nach haben bereits einige Schulleitungen trotz der Anweisung des Dezernats ab Montag wieder auf Distanzunterricht umgestellt“, sagte Stefan von Wangenheim, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Römer. Es sei nach Meinung der Liberalen notwendig, die schmerzliche Entscheidung der Schulschließungen ab Montag umgehend anzuordnen. Auch der Stadtelternbeirat forderte Klarstellung. „Das Letzte, was Schulen und Schüler:innen jetzt brauchen, ist zusätzliche Verwirrung zwei Tage vor dem Schulbetrieb durch sich widersprechende Aussagen“, sagte Vorstandsmitglied Rafaela Hartenstein,

Kinder und Eltern in Frankfurt: Organisation von Distanzunterricht an Frankfurter Schulen und Kitas

Denn Weber hatte sich zuvor auf eine von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in einer Pressekonferenz am Freitag zugestandene Übergangsfrist für Schulen berufen. Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) hatte am Samstagabend auf Twitter dann auf die Seite seines Ministeriums verwiesen, auf der alle Städte und Landkreise gelistet sind, in denen die Bundesnotbremse gilt. Bei Frankfurt steht dort bei den Städten mit einer Inzidenz von über 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen: „Ab 26. April, 0:00 Uhr“.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) sagte, dass Frankfurt seit mehr als drei Tagen über 165 liege, sei allen Beteiligten klar. „Deshalb kann nur die Frage sein, wie lange Schulen und Kitas brauchen, die Gesetzeslage organisatorisch umzusetzen.“ (Sandra Busch)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare