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Schulbau

Frankfurt: Schulbauten mit Energiegewinnung

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Das Land genehmigt die Gründung zehn weiterer Schulen in Frankfurt. Beim Schulbau will Dezernentin Weber weg vom Passivhausstandard.

Das Kultusministerium hat die Aktualisierung des Schulentwicklungsplans genehmigt. Nun ist der Weg frei für zehn neue Schulen in Frankfurt. Sieben Grundschulen, ein Gymnasium, eine integrierte und eine kooperative Gesamtschule sollen bis 2024 entstehen. Für die Mehrheit der Grundschulen seien Flächen in Bebauungsplänen ausgewiesen, sagt Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Für die weiterführenden Schulen gestalte sich die Suche schwierig. Es müsse auch auf Bestandsgebäude ausgewichen werden.

Der Kultusminister mahnte in seinem Erlass auch an, dass er mit der Umsetzung der bereits genehmigten Schulentwicklungspläne nicht zufrieden sei. „Aber wir können Schulen nicht mit sechs oder zwölf oder 18 Monaten Vorlauf bauen“, sagt Baudezernent Jan Schneider (CDU). Bei Schulen wie am Ben-Gurion-Ring sei immer wieder neu geplant worden. „Das macht es schwieriger. Ich hoffe, dass wir bald wieder frühzeitig mit der Planung von Schulen anfangen können.“

Neun Schulen sind seit Webers Amtsantritt 2016 eröffnet worden. „Aber wir sind noch lange nicht fertig“, sagt sie. Sie habe mit Kämmerer Uwe Becker (CDU) erneut über einen Masterplan Schulbau gesprochen, damit „wir genug Mittel haben, um planen und bauen zu können“. Fehlende Flächen seien das größte Problem.

Nachhaltig bauen

Etwa in Niederrad, wo es schwer sei, sagt Weber, einen Standort für eine Grundschule zu finden. Wegen des Fluglärms gebe es in fünf Stadtteilen Siedlungsbeschränkungsgebiete. „In weiten Teilen des Frankfurter Südens und Ostens können wir keine Schule bauen. Das macht uns zunehmend Probleme.“ Deswegen sei sie dafür, dass der Flughafen neu ausgerichtet wird. „Wir haben gesehen, dass es mit weniger Fliegen geht.“ Alle Flüge unter 600 Kilometern sollten künftig auf die Schiene verlagert werden. „Es geht darum, die Krise zu nutzen und die Lärmbelastung zu reduzieren.“ Dann könnten auch die Siedlungsbeschränkungen aufgehoben werden. Und Schulen dort gebaut werden.

Insgesamt sollen in Frankfurt in den nächsten zehn Jahren 24 Schulen gegründet werden. Mit Erweiterungen und neuen Gebäuden für bestehende Schulen geht es um 65 Schulbauten. „Wenn wir so viel bauen, dann sollten wir zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung nachhaltige Schulen errichten“, sagt Weber. Dazu gehöre, Außenflächen wie Schulhöfe nicht zu versiegeln, Höfe und Gebäude zu begrünen. „Auch sollten natürliche und nachwachsende Rohstoffe verwendet werden“, sagt Weber. Also Holz oder Lehm etwa. Keine Materialien wie Beton, die eine schlechte Energiebilanz hätten.

Im Schulbau müsse bei den anstehenden Aufgaben „im Großen und Ganzen anders gedacht werden“. Es müsse flächenschonend gebaut werden. „Ein bisschen mehr in die Höhe, damit wir weniger Grundfläche brauchen“, sagt Weber. Auch sollte es gemeinsame Nutzungen von versiegelten Flächen geben, etwa Quartiersplätze als Pausenhöfe.

Weber möchte auch „weg vom städtischen Passivhausstandard. Wir wollen zu einem Aktivhaus kommen, mit dem Energiegewinnung möglich ist“. Etwa mit Solaranlagen auf dem Dach. „Bei 167 Schulen haben wir 167 Dächer“, sagt Weber. Nicht auf jedem würde eine Solaranlage installiert werden können, aber „wir werden uns das jetzt systematisch anschauen“.

Zudem spreche für ein Aktivhaus, dass „wir dazu übergehen müssen, dass Häuser auch kühlbar sind“. Denn die Sommer würden heißer, „im Passivhaus haben wir da ein Problem“. Das halte die Wärme, „aber die Gebäude müssen nachts abgekühlt werden“. Um nachhaltige Schulen zu entwickeln, sollten Gebäude daher analog dem Effizienzhaus-Plus-Konzept entstehen.

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